Trockenheit in SH : Waldbrand im Lauenburgischen: Feuerwehren bei Bröthen im Einsatz

Rund 3000 Quadratmeter Wald standen in Flammen.

Rund 3000 Quadratmeter Wald standen in Flammen.

Ein Segelflieger entdeckt das Feuer inmitten eines Waldgebietes und informiert per Handy den Tower.

shz.de von
07. Juli 2018, 18:48 Uhr

Lauenburg | Nach einem Waldbrand im Bergeholzer Forst hat die Integrierte Rettungsleitstelle Süd in Bad Oldesloe einen Großeinsatz für die Freiwilligen Feuerwehren rund um Bröthen im Herzogtum Lauenburg ausgelöst. „Wir brauchen viele wasserführende Fahrzeuge, da es am Einsatzort mitten im Wald kein Löschwasser gibt“, sagte ein Sprecher der Leitstelle.

Ein Segelflieger hatte den Brand bei einem Überflug entdeckt und seinem Tower auf dem Flugplatz in Grambek die Koordinaten des brennenden Waldstückes durchgegeben. Daraufhin konnte die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe über Funk die Wehren zum Brandort lotsen.

Als die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, brannten bereits rund 3000 Quadratmeter Unterholz und Waldboden. Zum Glück hatte die Leitstelle insgesamt sieben freiwillige Feuerwehren und den Rettungsdienst alarmiert. Deshalb waren ausreichend Löschkräfte der freiwilligen Feuerwehren Brödten, Büchen, Büchen-Dorf, Güster, Langenlehsten, Gudow und Fitzen am Einsatzort.

Mehrere Trupps löschten unter Atemschutz die Flammen ab, weitere Feuerwehrleute gruben den Waldboden auf der Suche nach gefährlichen Brandnestern um. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden lang an.

Das Waldstück in dem der Einsatzort liegt hat Geschichte und wird von der Bevölkerung als das „Gartenschlägereck“ bezeichnet. Hier, an einem Grenzknick, wurde in der Nacht zum 1. Mai 1976 der 32-jährige Michael Gartenschläger von einem Sonderkommando der DDR-Staatsicherheit bei dem Versuch erschossen, einen Selbstschußautomaten vom Typ SM-70 vom Grenzzaun abzumontieren. Seit 1976 befindet sich an der Stelle, an der Gartenschläger getötet wurde, eine Gedenkstätte.

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