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Uetersener Nachrichten

20. November 2017 | 18:31 Uhr

Grundschule : Zweizügigkeit schafft Folgekosten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mitteilung von Grundschuldirektorin Ingeborg Liebich in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildungswesen, dass im kommenden Schuljahr elf Kinder aus Uetersen in die erste Klassenstufe aufgenommen und damit zwei erste Klassen gebildet werden, führte zu einer Grundsatzdiskussion.

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erstellt am 29.Jun.2015 | 19:58 Uhr

Denn die Zweizügigkeit der kommenden ersten Klasse wird sich bis zur vierten Klasse durch die Schuljahre ziehen und es ist davon auszugehen, dass die Schülerzahl an der Grundschule durch Zuzug in die Baugebiete der Gemeinde in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Das ist einerseits erfreulich, aber andererseits hat die Grundschule bereits ab dem kommenden Schuljahr alle zur Verfügung stehenden Räume ausgelastet und ein absehbares Raumproblem angemeldet.

Definitiv würde im Schuljahr 2017/2018 ein Klassenraum fehlen, denn dann würden allein durch voraussichtlich 36 Heidgrabener Kinder wieder zwei erste Klassen eingeschult. „Müssen wir auswärtige Kinder aufnehmen, wenn absehbar ist, dass wir Raumprobleme bekommen?“, fragte die CDU-Politikerin Bettina Homeyer. Ihr Parteifreund, Finanzausschussvorsitzender und zweiter Bürgermeister Egbert Hagen, fügte an: „Ab 2017 wären wir gezwungen, einen Klassenraum anzubauen. Das kostet uns etwa 400000 Euro. Sind wir bereit, auswärtige Kinder aufzunehmen, die uns in zwei Jahren 400000 Euro kosten?“ Bürgermeister Udo Tesch (SPD) merkte an, dass die Heidgrabener  Schule nicht verpflichtet sei, auswärtige Kinder aufzunehmen. „Wir müssen sehen, wie die weitere Entwicklung ist. Einen Anbau wird es nicht von heute auf morgen geben“, sagte er. Schulsozialarbeiterin Katrin Neu und Schulleiterin Ingeborg Liebich machten deutlich, dass ohne die elf auswärtigen Kinder eine erste Klasse mit 30 Kindern gebildet werden müsste. „Möchten wir so eine große Klasse, und was machen wir, wenn Kinder aus den Heidgrabener Neubaugebieten im Laufe der Schuljahre dazukommen? Ab 35 Kindern wird sowieso geteilt.

“ Durch die Aufnahme von auswärtigen Kindern würde den Heidgrabener Grundschülern das Lernen in einem kleinen Klassenverband ermöglicht, betonte auch die Ausschussvorsitzende Andrea Becker (SPD). „Es lassen sich sicher Lösungen finden, dass wir 2017 nicht gleich anbauen müssen. Wir sind auch in der Vergangenheit flexibel gewesen, wenn es an der Grundschule eng wurde“, sagte sie.

„Da kommt ein Problem auf uns zu. Wir wissen ja nicht, ob wir in den nächsten Jahren viermal zweizügig werden. Und das auch durch auswärtige Kinder, aber den Anbau bezahlen wir“, so die Sorge der Christdemokraten.

Entwicklung der Schülerzahlen / Mensaverlagerung ins Gemeindezentrum könnte Schulraum schaffen

Aktuell lernen 101 Kinder an der Heidgrabener Grundschule: 29 Kinder in Klasse 1; 27 Kinder in Klasse 2; 25 Kinder in Klasse 3; 20 Kinder in Klasse 4. Von den Viertklässlern, die am 16. Juli in einer Feierstunde aus der Grundschule verabschiedet werden, besuchen ab dem fünften Schuljahr drei die Uetersener Rosenstadtschule und zwölf das Ludwig-Meyn-Gymnasium. Für vier Kinder ist die Tornescher Klaus-Groth-Schule weiterführende Schule und ein Kind wird ab der fünften Klasse am Elmshorner Bismarck-Gymnasium lernen.

Im Schuljahr 2015/2016 werden die Grundschule anhand der aktuellen Zahlen 124 Kinder besuchen. Eingeschult werden zwei erste Klassen mit insgesamt 41 Kindern (davon elf Kinder aus Uetersen). In der zweiten Klasse lernen 30 Kinder, in der dritten Klasse 28 und in der vierten Klasse 25. In einer der nächsten Fachausschuss-Sitzungen soll diskutiert werden, ob eventuell der Mensaraum wieder zu einem Klassenraum umfunktioniert und das Gemeindezentrum als Schulmensa genutzt werden könnte.

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