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Uetersener Nachrichten

26. September 2017 | 16:47 Uhr

Bahn : Zwei Zughalte mehr – vielleicht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die gute Nachricht für Pendler ab Tornesch: Jeweils ein zusätzlicher Zug könnte ab Dezember morgens von Elmshorn über Tornesch zum Hamburger Hauptbahnhof fahren und nachmittags in der Gegenrichtung verkehren. Die Abfahrt in Tornesch wäre um 7.20 Uhr, die Ankunft um 17.18 Uhr.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2015 | 19:53 Uhr

Diese Aussicht eröffnete der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer bei seinem zweiten Arbeitsgespräch mit Bürgermeistern, Landtagsabgeordneten sowie Vertretern der Nordbahn, der DB Regio AG und der Nah.SH GmbH am Montag im Tornescher Heimathaus. Die „Bürgerinitiative Dorfbahnhof–Nein Danke“ begrüßte Meyer.

Ob die zusätzlichen Verbindungen aber tatsächlich mit dem neuen Fahrplan eingeführt werden, hängt von der Zustimmung zweier Unternehmen ab. Die DB Netz AG prüft noch, ob die Züge im Fahrplan verkehren können. Die Nordbahn untersucht, ob und wie sie die Verbindungen bewerkstelligen kann. „Der finanzielle Aufwand in Höhe eines kleinen, sechsstelligen Betrags pro Jahr wäre für das Land trotz der immer noch unklaren Zukunft der Regionalisierungsmittel zu leisten“, sagte der Minister.

Die schlechte Nachricht: Meyer hatte noch am Montag für den Morgen und den Nachmittag jeweils fünf weitere Verbindungen zwischen Elmshorn und Altona angekündigt, die in Tornesch gehalten hätten. Doch gestern zog er dieses Angebot per Pressemitteilung wieder zurück. Darin erläutert er: „Ich könnte mir vorstellen, innerhalb der Nebenverkehrszeit zusätzliche Verstärkerzüge zwischen Elmshorn und Hamburg-Altona fahren zu lassen. Diese Züge fahren heute nur zu den Kernzeiten, die Nachfrage rechtfertigt aber, sie den ganzen Tag einzusetzen. Gegenwärtig haben wir dafür allerdings keine freien Mittel – an anderer Stelle Züge zu streichen, kommt für mich nicht in Frage.“

Der Tornescher Bürgermeister Roland Krügel hatte sich schon gefreut. „Bevor ich gar nichts habe, fahre ich lieber nach Altona. Dann kann ich in Pinneberg oder Altona umsteigen“, sagte er am Montag. Als er aber gestern durch die UeNa von dem Rückzug des Ministers hörte, reagierte er empört.

Seine Hoffnung auf einen Halt der Regionalexpress-Züge wird sich auch weiterhin nicht erfüllen. Meyer: „Wir haben weder ausreichende Kapazitäten in diesen Zügen noch genug Luft im Fahrplan. Tornesch hat ein sehr gutes Bahnangebot, dass wir jetzt sogar noch verbessern wollen. So sehr ich die lauten Rufe aus Tornesch seit vielen Jahren höre: Wir können und wollen nicht für die Tornescher das Bahnangebot für andere verschlechtern. Die Landesregierung hat die Aufgabe, Entscheidungen für das ganze Land zu treffen.“

Pinneberg muss bis 2017 auf mehr RE-Halte warten

Stirnrunzeln bei der Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg: Sie erfuhr im Tornescher Heimathaus, dass sie bis Sommer 2017 auf zusätzliche Halte der Regionalexpress-Züge warten muss. Grund sind Lieferschwierigkeiten des Herstellers Bombardier. Die mittleren Wagen könnten zwar früher bereitgestellt werden, die Steuerwagen aber erst ab März 2017, teilte Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG Nord, mit. „Wir sind alles andere als zufrieden mit dem Hersteller“, sagte er. Die neuen Wagen können stärker beschleunigen. Dadurch wird auf der Strecke von Hamburg nach Kiel morgens ein Halt mehr in Pinneberg möglich sein, erläuterte Jochen Kiphard von Nah.SH.

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