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Kreisverwaltung : Zwei Millionen für Stabsstelle Flüchtlinge

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einer neuen Stabsstelle Flüchtlingskoordination will der Kreis Pinneberg unter anderem sein Engagement für alleinreisende minderjährige Flüchtlinge verstärken. Für die neue Koordinierungsstelle, ein Team aus vier Verwaltungsfachleuten, stellt das Land dem Kreis zunächst bis 2018 jährlich zwei Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

An der Spitze steht Birgit Köhnke, seit zwei Jahren Referentin des Landrats. Außerdem gehören die bisherige Verwaltungsleiterin der Beruflichen Schule Pinneberg, Silke Linne, und Frank Schütz vom Fachdienst Jugend und Soziale Dienste zum Team. Eine vierte Stelle ist ausgeschrieben und soll innerhalb der kommenden Wochen besetzt werden.

„Wir haben die Schwerpunkte unserer Arbeit darauf ausgerichtet, Konzepte zur Integrationssteuerung und zum Themenfeld Ausbildung und Arbeit zu entwickeln. Ein weiteres großes Anliegen ist uns die Aufnahme der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“, sagte Birgit Köhnke. Es gehe darum, die Potenziale dieser jungen Menschen möglichst auszuschöpfen. Dagegen soll die neue Stabsstelle nicht für die Organisation der Flüchtlingshilfe in den Städten und Kommunen zuständig sein. Auch die Lösung von Problemen einzelner Flüchtlinge gehören nicht zum Aufgabenbereich. Diese Themen seien nach wie vor in den Rathäusern, Amts- und Gemeindeverwaltungen angesiedelt, so Birgit Köhnke.

Landrat Oliver Stolz erhofft sich von der neuen Organisationseinheit vor allem nachhaltige Antworten auf übergreifende Fragen. „Diese Stabsstelle bündelt für unsere Kreisverwaltung die Flüchtlingsthematik.“ Zusammen mit Birgit Köhnke lobte er insbesondere die Arbeit der Helfer vor Ort. „Von den Vereinen, Verbänden, freien Trägern und Institutionen wird hervorragende Arbeit geleistet, um die Flüchtlinge in unserer Mitte aufzunehmen“, sagte Birgit Köhnke. Allen ehrenamtlichen Helfern gelte der größte Respekt des Teams für ihren „unermüdlichen humanitären Einsatz“.

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erstellt am 06.Nov.2015 | 21:36 Uhr

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