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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 02:00 Uhr

Aktion : Zwei Eicheln für das Bundeskabinett

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein schöneres Geschenk ist kaum denkbar, eines, an dem die Absender wohl noch mehr Freude hatten als die Empfänger: Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Pinneberg gestalteten im Wedeler Ernst Barlach Museum im Rahmen der zurzeit dort präsentierten Ausstellung „John Lennon - Imagine“ eine Botschaft für den Frieden zwischen West und Ost. Zwei Eicheln aus der Stadt mit dem Schwert tragenden Roland, verpackt in einer aus dem Foto von John Lennon und Yoko Ono gefalteten Schachtel und einer von den 28 am Projekt beteiligten Jugendlichen gestalteten Grußkarte. Die Idee zur Friedensaktion hatten Beatle John Lennon und seine Frau Yoko Ono, die 1969 an der Kathedrale von Coventry (England) an zwei Seiten Eichen pflanzten als Symbol für die Verständigung und den Frieden zwischen östlicher und westlicher Welt.

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2015 | 21:58 Uhr

Aktueller kann das Thema kaum sein, dem sich die Jugendlichen in dem Museumsprojekt angenommen haben und in dessen Rahmen jetzt Päckchen mit den zwei Eicheln mit der Aufschrift „Imagine“ und der Bitte um Frieden an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CSU-Chef Horst Seehofer, Finanzminister Wolfgang Schäuble und den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Albig sowie an die Kultusministerin Anke Spoorendonk geschickt worden sind. Die möchten die Eicheln einpflanzen und sich vorstellen („Imagine“), wie sie den Frieden erreichen können, wünschen sich die Jugendlichen. Für Julia, Katharina, Sarah, Saphira, Erduan und Mohamad ist bei der Arbeit an dem Projekt allerdings mehr herausgekommen als nur die Vergegenwärtigung der Lennon-Friedensballade „Imagine“ und die originelle Botschaft an führende Politikerinnen und Politiker. Sie haben sich zusammen mit Museumspädagogin Ilka Gohla und Künstlerin Julia Wandel auch darüber auseinandergesetzt, wie Kriege überhaupt entstehen können, was Begriffe wie Profite bei Waffenverkäufen, die Gier nach Rohstoffen, der Streit um religiöse Thesen und ökonomische Erwägungen damit zu tun haben.

„Wir nehmen aus dieser Aktion ganz viel mit, können jetzt bei unseren Mitschülern und im Freundeskreis diese aktuellen Themen anstoßen und diskutieren“, sind sich die Jugendlichen einig. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler im Ernst Barlach Museum wird weitergehen. In dem Jugendprojekt unter dem Motto „Gestalten einer besseren Zukunft – Utopie“ werden sie innerhalb von vier Monaten zu Museums-Botschafterinnen und Botschaftern ausgebildet.

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