zur Navigation springen

Wasser und Boden : Zusammenschluss mit Vorbildcharakter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Professioneller soll die Arbeit der Deich-, Siel- und Bodenverbände werden. Deswegen haben sich zwölf von ihnen zum Gewässer- und Landschaftsverband (GuLV) im Kreis Pinneberg zusammengeschlossen. „Ein großer und vorbildlicher Schritt“, lobte Landrat Oliver Stolz während eines Pressegesprächs.

shz.de von
erstellt am 31.Jul.2013 | 20:54 Uhr

Einfluss verlieren die ehrenamtlich arbeitenden Vorsteher der Verbände durch die Gründung nicht. Diese Körperschaften des öffentlichen Rechts bleiben unangetastet. Lediglich die Verwaltungsarbeit wird an den neuen Verband abgegeben. Den Prozess ausgelöst haben drei Ehrenamtler, die sich bisher um die Finanzen der Verbände der Haseldorfer und Seestermüher Marsch kümmerten.

Sie kündigten 2012 an, diese Arbeit bald abgeben zu wollen. Nachfolger konnten nicht gefunden werden. „Wasserverkehrsrecht ist ein sehr spezielles Recht“, erklärte Uwe Hamann, Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Seestermüher Außenkoog. „Das war das Signal für uns“, berichtete Norbert Jänisch, Teamleiter der Wasserbehörde des Kreises Pinneberg. Um neue Strukturen zu initiieren, wurde zu einem ersten Treffen eingeladen. Ergebnis: Eine Arbeitsgruppe sollte neue Lösungsansätze erarbeiten. Es folgte ein „Sitzungsmarathon“, so Jänisch, aus Info-Veranstaltungen und Gremientreffen. „Konstruktiv und am Ende relativ zügig“ sei gearbeitet worden, berichtete Hamann. Er betonte, dass auch die immer komplexer werdenden Aufgaben zu der neuen Struktur geführt haben. Denn nicht nur um die Ent- und Bewässerungen, der Hochwasserschutz sowie die Bodenbewirtschaftung müssen sich die Verbände kümmern. Mit der Umsetzung von EU-Rahmenrichtlinien sowie dem Artenschutz sind ihnen neue Aufgaben erwachsen. 21000 Hektar umfasst das Gebiet des neuen GuLV. Er hat 8000 Mitglieder. Hamann hofft, dass sich weitere Verbände zum Beitritt entschließen können. „Ein bisschen was Neues“, so der Seestermüher, ist auch mit Blick auf die schleswig-holsteinischen Strukturen geschaffen worden. Dass die Veränderungen Vorbildcharakter haben, strich Dietmar Wienholt vom Kieler Energiewendeministerium heraus. 430 Wasser- und 70 Bodenverbände gebe es. „Weiter an der Professionalität muss gearbeitet werden“, sagte Wienholt.

Sitz in Haseldorf Sowohl Verbände aus der Marsch als auch von der Geest haben sich zum GuLV zusammengeschlossen. Es sind die Deich- und Hauptsielverbände Seestermüher und Haseldorfer Marsch, die Sielverbände Moorrege, Hetlingen, Haselau-Haseldorf, Seestermühe und Wisch-Kurzenmoor, die Wasser- und Bodenverbände Wedeler Außendeich, Düpenau und Seestermüher Außenkoog, der Wasserverband Mühlenau sowie der Deich- und Sielverband Uetersener Klosterkoog.

Der Sitz des neu gegründeten Gewässer- und Landschaftsverbandes im Kreis Pinneberg befindet sich in Haseldorf, Hauptstraße 23a, und damit direkt über dem Bürgerbüro Haseldorfer Marsch. Geöffnet ist das Büro montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Die Experten sind telefonisch (04129/9559239) oder per E-Mail (gulv-pinneberg@t- online.de) zu erreichen. (tp)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert