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Fachtagung der Suchtberatungsstelle : Zusammenhang von Sucht und ADHS

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Regelmäßig laden die Mitarbeiter der ATS Suchtberatungsstelle Tornesch-Uetersen zu Fachtagungen ein, die nicht nur für Experten in der Suchtberatung, sondern für alle Interessenten offen sind.

Am Mittwoch, dem 5. November, steht das Krankheitsbild ADHS – Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung im Mittelpunkt. In Referaten und Workshops werden sowohl Hintergründe und Fakten dieser Erkrankung als auch Zusammenhänge mit Trauma im frühkindlichen Alter und Suchtverhalten im Jugend- und Erwachsenenalter beleuchtet. „In unserer Arbeit mit Klienten, die Cannabis konsumieren, ist immer wieder deutlich geworden, dass sie auch eine ADHS-Problematik aufweisen. Dies einmal fachlich für unsere Arbeit zu erörtern, hat uns das Thema ,ADHS – Sucht – Trauma’ für unsere diesjährige Fachtagung wählen lassen“, erläutert Andreas Janke.

Er ist Sozialpädagoge, Suchttherapeut und leitet das Team der ATS-Suchtberatungsstelle Tornesch-Uetersen. Gemeinsam mit Ronja Plew, die an der Einrichtung die Fachstelle „Kleine Riesen“ leitet, hat er die Fachtagung vorbereitet und als Referenten den Leitenden Psychologen der Suchttherapeutischen Abteilung des Psychiatrischen Krankenhauses Rickling Jean Hermanns sowie Anne Vetter, Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Regio Kliniken (Klinikum Elmshorn), eingeladen. Mehr als 60 Anmeldungen von Interessenten für eine Teilnahme an der Tagung und den Workshops, in denen das Krankheitsbild ADHS im Allgemeinen und Fragestellungen auch zu den Themen ADHS als Ursache einer Suchtentwicklung, ADHS-Klienten im Suchthilfesystem und ADHS als Trauma-Folgestörung behandelt werden, liegen vor.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr (Ende 18 Uhr) und wird in den Räumen der VHS Tornesch-Uetersen, Tornescher Hof, ausgetragen.

Weitere Anmeldungen für eine Teilnahme sind noch möglich und werden in der Suchtberatungsstelle unter Telefon 04122/960040, Fax: 04122/960041 oder per Mail: sucht.tu@ats-sh.de entgegengenommen. Kosten: 15 Euro.

ADHS und Cannabis-Konsum / Trauma-Folgestörungen / Beratung und Behandlungsmöglichkeiten

Die Fachtagung am 5. November beginnt um 14 Uhr in den Räumen der VHS, Tornescher Hof (wenige Gehminuten von der ATS-Suchtberatungsstelle entfernt). Nach der Eröffnung und Grußworten wird der Diplom-Psychologe Jean Hermanns aus Rickling zum Thema „ADHS – Chaos ohne Cannabis & Co.“ sprechen. Es schließt sich ein Erfahrungsbericht über ADHS an. Gegen 15.30 Uhr wird eine Pause eingelegt, in der bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit zu Gesprächen über den Vortrag und den Erfahrungsbericht besteht.

Gegen 16 Uhr wird die Ärztin Anne Vetter an das Rednerpult treten und zum Thema „ADHS bei Kindern und Jugendlichen: Symptome eines Traumas?“ referieren. In den um 17 Uhr beginnenden Workshops werden folgende Themen behandelt: Workshop I: Vertiefung des Eingangsreferats unter Leitung von Jean Hermanns, Psychiatrisches Zentrum Rickling; Workshop II: Einführung in Transgenerationale Traumatisierungen „Was wir unseren Kindern weitergeben“ unter Leitung von Diplom-Sozialpädagogin Ronja Plew (Leiterin Fachstelle „Kleine Riesen“, einem Angebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien in der ATS Tornesch-Uetersen); Workshop III: Cannabis und ADHS aus der Beratungsstellenpraxis (Vernetzung, Beratung und Behandlungsmöglichkeiten) unter Leitung von Andreas Janke, ATS Tornesch-Uetersen.

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erstellt am 28.Okt.2014 | 22:01 Uhr

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