1. Fotomarathon am LMG : Zurück zur Bescheidenheit

Kreative Köpfe braucht das Land. Gefördert werden sollen diese insbesondere an Schulen. Jochen Breuer, Lehrer am Ludwig-Meyn-Gymnasium und Leiter der Foto-AG, hat sich mit dem Thema „Foto-Marathon“ befasst. Einem Wettbewerb, der bislang nur in großen Städten für Furore gesorgt hat.

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11. November 2013, 21:24 Uhr

Beim „Foto-Marathon“ werden die Teilnehmer erst am Start mit dem jeweiligen Thema, das es zu bearbeiten (fotografisch festzuhalten) gilt, konfrontiert. Von den Elf- bis 18-Jährigen war verlangt worden, sich unter dem Motto „Uetersen kreativ“ auf die Suche nach „Naturschönheiten“ zu begeben oder den Begriff „Kaufsucht“ mit der Kamera einzufangen. Das Schwierige dabei ist, dass jeweils nur ein einziges Foto gemacht werden durfte. Das Löschen von Fotos ist ebenfalls zu vermeiden gewesen und auch die Reihenfolge der Themen musste eingehalten werden. Die Fotografen mussten also ganz genau überlegen, bevor sie abdrückten.

Im Zeitalter der Digitalfotografie mutet das seltsam an. Doch früher, analog mit Film, mussten Fotografen auch an die Kosten denken, Kreativität war dabei stets gefragt. Die Schüler merkten schnell, dass es gar nicht so einfach ist, auszuwählen. Und bei der Arbeit stießen sie zudem auf manch’ anderes Hindernis: Die Uetersener, die fotografiert werden sollten, waren damit nicht immer einverstanden. Ein bisschen Frust kam insbesondere bei den Jüngeren auf, aber die Schwierigkeiten wurden überwunden. Am Ziel waren alle froh, als sie ihre Speicherkarten abgeben durften. Die Schüler kennen Uetersen jetzt noch besser und sie haben sich etwas getraut, in der Konfrontation mit Passanten, die Überwindung kostet, aber auch Spaß macht.

Die Sieger stehen noch nicht fest, die Jury hat einiges zu tun, weil die AG-Teilnehmer sehr angestrengt fotografiert haben und gute Einfälle hatten.

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