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Kranzniederlegung am Ehrenmal : Zur Erinnerung und Mahnung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Lassen Sie uns Berichte über kriegerische Auseinandersetzungen nicht als ferne Ereignisse wahrnehmen, sondern als beständige Mahnung erfahren, dass Kriege nicht von alleine aufhören, sondern jeder Mensch an seinem Ort sich für den Frieden stark machen muss.

So auch wir“, gab Pastor Henning Matthiesen den Teilnehmern der Feierstunde am Volkstrauertag mit auf den Weg. Vertreter von Vereinen, Verbänden und Parteien, Bürgermeister Roland Krügel, Bürgervorsteherin Heide-Marie Plambeck sowie Privatpersonen hatten sich am Ehrenmal auf dem Friedhof eingefunden, um den Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken und sich bewusst zu werden, dass Frieden ein hohes Gut ist, das es stets aufs Neue zu wahren gilt.

„Wir wollen heute innehalten und daran denken, welch unbeschreibliche Katastrophen und Tragödien die beiden großen Weltkriege ins sich bargen“, sagte Pastor Henning Matthiesen, der in diesem Jahr die Ansprache hielt.

Es gehe bei der Erinnerung und Mahnung nicht nur um das kollektive Ausmaß des Geschehens, sondern um das persönliche Leid, die Verzweiflung, Verletztheit und Not. „Es geht um die ganz persönliche Betroffenheit, es geht um jede persönliche Katastrophe und Tragödie“, so Pastor Matthiesen. Und er machte deutlich, dass Kriege und Gewaltherrschaft die Körper und Seelen der Menschen zerreißen sowie den Familien die Gemeinsamkeit und die Zukunft rauben. „Für uns bleibt zu bedenken, was jeder von uns tun kann, damit es nicht zu einer Wiederholung dieser Tragödien und Katastrophen kommt“, betonte Pastor Henning Matthiesen und erinnerte an den anachronistischen Imperativ, der früher das Zusammenleben von Menschen in Gesellschaften regeln sollte: „Was du nicht selbst willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Die Vertreter der Vereine, Verbände, Parteien und der Stadt legten am Ehrenmal für die Opfer der beiden Weltkriege Kränze nieder. Auch an dem vor fünf Jahren von der Ernst-Martin-Groth-Stiftung aufgestellten Gedenkstein mit 217 Namen von Tornescher Opfern des Zweiten Weltkrieges waren Kränze niederlegt worden.

Die E-Singer und der Spielmannszug des TuS Esingen trugen mit Musikbeiträgen zur Feierstunde bei.

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erstellt am 13.Nov.2011 | 20:57 Uhr

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