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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 13:56 Uhr

„Zumindest kein Abschuss ...“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Hiobsbotschaften für Ralf Huckfeldt und Reiner Wegner, das Trainerduo der 1. Herren des TV Haseldorf, nehmen kein Ende: In der vergangenen Woche meldeten sich fünf weitere Akteure, die beim jüngsten Heimspiel gegen den SV Hörnerkirchen (0:1) mitwirkten, ab. „Insgesamt sind damit zwölf Spieler ausgefallen, von denen zahlreiche zum absoluten Stamm zählen würden“, so Huckfeldt, der zugab: „Deshalb haben wir vor unserem Gastspiel bei Gencler Birligi Elmshorn das Schlimmste befürchtet!“

Im Krückaustadion ging der Haseldorfer Plan, sicher in der eigenen Abwehr zu stehen und Nadelstiche nach vorne zu setzen, aber eine halbe Stunde lang hervorragend auf. In zwei Szenen hätte das Schlusslicht der Kreisliga 8 beim Aufstiegsanwärter sogar in Führung gehen können. Zunächst ließ sich Timo Schwarz zu weit nach außen abdrängen (25.). Beim besten Gäste-Spielzug kam Schwarz nach Daniel von Glahns Flanke einen Schritt zu spät, um den Ball ins Tor köpfen zu können (31.). „Da fehlte ihm ein halber Meter“, haderte Huckfeldt, der beobachtete: „Wir hatten die Gencler-Spieler schon dazu gebracht, dass sie sich gegenseitig beschimpft haben ...“

Im direkten Gegenzug nach der zweiten Schwarz-Chance gerieten die Haseldorfer aber in Rückstand: Genclers Torjäger Sercan Meric gelang das 1:0 (32.) und nur zwei Minuten später nutzte Eugen Shvaychenko den nächsten Angriff der Elmshorner zum 2:0. „Da musste man kurzzeitig fürchten, dass wir abgeschossen werden“, so Huckfeldt, dessen Team sich aber wieder fing – und kurz vor der Pause sogar zum Anschlusstreffer kam. Das Mittel, alle Freistöße hoch und weit nach vorne zu schlagen, zahlte sich dabei aus: Zum wiederholten Male ließ der extrem unsichere Gencler-Keeper Manuel Orhan einen Ball fallen und aus dem folgenden Getümmel schoss Schwarz zum 2:1 ein (44.).

„Wir haben eine hervorragende erste Halbzeit gespielt“, lobte Huckfeldt, der allerdings auch zugab; „Nach der Pause sind wir kaum noch aus unserer eigenen Spielfeldhälfte herausgekommen!“ Der Druck der Krückaustädter nahm zu und Shvaychenko (64.) sowie Mesut Yildiz (69.) legten zwei weitere Tore nach. „Wenn die Gencler-Akteure nicht so verspielt gewesen wären, hätte es ein deutlich höheres Ergebnis geben können“, gab Huckfeldt zu und stellte erleichtert fest: „Wir haben uns so achtbar wie möglich aus der Affäre gezogen und sind zumindest nicht abgeschossen worden!“

Der 4:1-Sieg genügte Gencler, um mit der nun besseren Tordifferenz die Tabellenführung von den 1. Herren des Heidgrabener SV zu übernehmen. Dazu sagte HSV-Coach Ove Hinrichsen: „Ich bin mir sicher, dass die Meisterschaft am Ende nicht über die Tordifferenz entschieden wird ...“

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erstellt am 07.Okt.2014 | 21:37 Uhr

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