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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 01:05 Uhr

Handball : Zum zweiten Mal abgeschossen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum zweiten Mal in ihrer noch kurzen Oberliga-Geschichte sind die 1. Männer des TuS Esingen übel unter die Räder gekommen. Die am 19. September bezogene 14:26-Pleite beim FC St. Pauli war noch damit zu erklären, dass ohne Backe gespielt wurde. Bei der nun am Sonnabend bezogenen, noch heftigeren 18:36-Klatsche bei der SG Wittorf/FT Neumünster war es „nur“ ein starker Gegner, mit dem sich die Tornescher herumschlagen mussten. „Und dieser Gegner war in allen Belangen besser als wir“, räumte Claas-Peter Schütt nach dem Abpfiff ein. Schütt, der die TuS-Männer zusammen mit Till Krügel trainiert, präzisierte: „WiFT hatte im Abwehr-, Tempo- und Angriffsspiel klare Vorteile, was sich dann am Ende eben auch deutlich im Ergebnis ausgedrückt hat!“

In der Halle des Neumünsteraner Kreissportverbandes wurden die Tornescher davon überrascht, dass die SG anders auftrat als in den Partien, in denen sie die Esinger Trainer unter die Lupe genommen hatte: Anstelle eines Linkshänders spielte plötzlich ein Rechtshänder im linken Rückraum. „Dafür haben wir in der Abwehr zunächst keine richtige Lösung gefunden“, stellte Schütt fest. Obwohl TuS-Torwart Benjamin Boje einige gute Paraden zeigte, führte Wittorf/Neumünster schnell mit 2:0. Den Esingern gelang es nicht mehr, einen ausgeglichenen Spielstand herzustellen: Beim 2:1 und 4:3 waren sie noch auf „Tuchfühlung“, dann zog die SG aber auf 10:3 davon.

Die Seiten wurden beim Stand von 19:10 gewechselt und Schütt haderte: „Gerade in der ersten Halbzeit, haben wir den gegnerischen Keeper regelrecht zum Helden geschossen.“ Zudem leisteten sich die Esinger einige technische Fehler und starteten aufgrund der Zwei-Minuten-Strafe, die Tom Schmitt kurz vor dem Ertönen der Pausensirene kassiert hatte, in Unterzahl in den zweiten Durchgang. Diesen eröffnete die Heim-Sieben mit dem 20:10, was den ersten Zehn-Tore-Unterschied bedeutete. Weil in der Folge auch noch Jannik Genz eine Zeitstrafe bekam (39.) und Schmitt für ein grobes Foul die Rote Karte sah (43.), konnten sich die Neumünsteraner kontinuierlich weiter absetzen. „Wir haben uns das Leben mit technischen Fehlern weiter selbst schwer gemacht“, so Schütt, dem auch die vielen einfachen Tore der SG ein Dorn im Auge waren.

Obwohl Boje und Alexander Dustin Witt drei freie Würfe parierten, trafen die Hausherren insgesamt zehnmal nach Tempogegenstößen. „Selbst, wenn wir im Angriff einen richtig guten Tag gehabt hätten, wäre es schwer gewesen, bei so vielen einfachen Gegentoren zu gewinnen“, stöhnte Schütt. Zudem traf die Heim-Sieben bei sieben Versuchen von der Siebenmeterlinie aus sechsmal; die Gäste verwandelten zwei von vier Strafwürfen. Nach dem 36:18-Endstand zog Schütt folgendes Fazit: „Immerhin haben die Spieler, die am Ende auf dem Parkett standen, die taktischen Vorgaben eingehalten und keinesfalls total wild gespielt.“

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erstellt am 08.Nov.2015 | 20:00 Uhr

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