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Sschulische Assistenz : Zum Kompromiss durchgerungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit zwei Stimmenthaltungen der SPD haben sich die Gemeindevertreter dafür ausgesprochen, dass die Anstellung einer Schulassistenz über das Land erfolgen soll. Bereits die Politiker des Bildungsausschusses hatten sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und das Für und Wider der vom Land vorgeschlagenen Einstellungsoptionen diskutiert. Eine Entscheidung hatten die Politiker des Fachausschusses den Gemeindevertretern überlassen und das Amt Moorrege und Bürgermeister Udo Tesch zur Klärung von noch offenen Fragen beauftragt.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 21:01 Uhr

Zur Sitzung der Gemeindevertretung war nun der für die Heidgrabener Grundschule zuständige Schulrat Dirk Janssen eingeladen worden. Er stellte noch einmal die vom Land vorgeschlagenen drei Einstellungsoptionen vor und informierte die Politiker, dass im Kreis nur noch die Entscheidung von  Heidgraben ausstehe und alle anderen Schulträger sich dafür entschieden hätten, die schulische Assistenz über das Land (Option 3) einstellen zu lassen. „Der Vorteil besteht darin, dass die Verträge wahrscheinlich langfristig sind und die Konzeption und die Steuerung der Kräfte uns obliegen“, so der Schulrat. Doch genau dies war ein Punkt, der zumindest bei der Bildungsausschuss-Vorsitzenden Andrea Becker (SPD) auf Skepsis stieß. „Wir als Schulträger haben dann keinen Einfluss auf den Einsatz der Kraft. Sie könnte dann auch von unserer Schule zeitweise abgezogen und an einer anderen Schule des Kreises mit Mehrbedarf eingesetzt werden“, machte Andrea Becker deutlich. Der Leiter des Amtes Moorrege Rainer Jürgensen empfahl den Gemeindevertretern, die Option 3 zu wählen: „Im Krankheits- und Urlaubsfall ist eine Vertretung gesichert und auch bei rechtlichen Dingen und Elternklagen ist das Schulamt, und nicht die Gemeinde, Ansprechpartner.“ Die SPD-Politiker Ernst-Heinrich Jürgensen und Michael Behrmann plädierten vor dem Hintergrund nicht kalkulierbarer Kosten, die Heidgraben bei Einstellung einer  Schulassistenz zu tragen hätte, für die Option 3. Die Christdemokraten brachten sich nicht mehr in die Diskussion ein, sie hatten bereits im Bildungsausschuss zu Option 3 tendiert. Schule und Gemeinde haben eine bereits mit der Schule zusammenarbeitende Wunschkandidatin zur Besetzung der schulischen Assistenz, die etwa mit zehn Stunden in der Woche inklusiv beschulte Kinder im Schulalltag und Unterricht unterstützen soll. Die Kraft müsste sich einer zentralen Ausschreibung über das Land oder das Schulamt stellen. Das Land stellt in den nächsten fünf Jahren 13,2 Millionen Euro für die schulische Assistenz an Grundschulen zur Verfügung. Der Kreis erhält aus dem Topf etwa 1,5 Millionen Euro.

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