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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 04:46 Uhr

Jubiläum : Zum 125. Geburtstag ein neues Auto

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn es drauf ankommt, sind sie hart im Nehmen, zur Not sogar hart gegen sich selbst. Aber Feuerwehrleute können auch wunderbar feiern, was Holms Kameraden am Sonnabend eindrucksvoll bewiesen. Mehr als 100 Gäste hatten sie eingeladen, um mit ihnen zusammen nicht nur den 125. Geburtstag ihrer Wehr, sondern auch die Ankunft eines ganz besonderen Geschenks zu feiern.

Im Rahmen des Empfangs wurde das 320000 Euro teure und 16 Tonnen schwere HLF 10 vorgestellt, ein Löschfahrzeug der allerneuesten Generation, bei dem die Erbauer eine Reihe innovativer Ideen umgesetzt haben.

Nicht nur dafür gab es Lob und Anerkennung, sondern auch für das System der Freiwilligen Feuerwehren und speziell die Arbeit der Holmer. „Sie sind immer bereit, ihre eigene Gesundheit und ihr Leben für die Menschen in ihrer Gemeinde und darüber hinaus einzusetzen“, sagte der Kreis Pinneberger Landrat Oliver Stolz. In seiner Rede erneuerte er das Versprechen, der Kreis werde die Wehren unterstützen, wo immer es nötig sei. „Wir wissen um ihre Bedeutung und auch darum, dass Sie Ihre Dienste nur leisten können, wenn Sie ausreichend ausgestattet sind.“

Der Landrat erinnerte die Kommunalpolitik an ihre Verantwortung und würdigte das „nötige Verständnis und das notwendige Gespür“ der Holmer Politik für die Belange der Feuerwehr als vorbildlich. Im Anschluss überreichte er die Silberne Ehrenglocke für besondere Feuerwehrleistungen (siehe Kasten).

Auch Wehrführer Lukas Krack beschrieb das Feuerwehrsystem in Deutschland als einzigartig und „eine Art Sicherheits-Rundum-Service, das gesetzlich verordnet angeboten wird“. Mit Respekt schaue er auf die Leistungen der Wehrgründer in Holm und die sich verändernde Arbeitsweise der Kameraden vom 19. bis ins 21. Jahrhundert.

Prominente Redner wie Holms Bürgermeister Walter Rißler, der neue Kreisbrandmeister Frank Homrich, der Chef der Feuerwehr in Holms Partnerstadt Rehna, Henry Wanzenberg, oder auch der Leiter einer Delegation aus dem österreichischen Kreis Neusiedler See, Gerhard Pock, sprachen von technischen Quantensprüngen, zeigten die gestiegene Verantwortung vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Bevölkerung auf und wünschten vor allem immer wieder Glück und eine gesunde Rückkehr aus allen Einsätzen.

Unter den Gästen waren neben allen Wehren aus der Nachbarschaft auch Vertreter der Schenefelder und Nienstedtener Wehr, des Roten Kreuzes Altona, der Polizei und Kommunalpolitik.

Auszeichnungen und Ehrungen am laufenden Band

Auszeichnungen ist Holms Bürgermeister Walter Rißler gewöhnt. Er hat in seiner langen kommunalpolitischen Laufbahn viele bekommen. Diese allerdings rührte ihn so, dass er um Fassung ringen musste: Kreisbrandmeister Frank Homrich und Wehrführer Lukas Krack nutzten den offiziellen Rahmen des Empfangs der Holmer Wehr, um dem Gemeindechef mit der Ehrenmedaille in Gold des Deutschen Feuerwehrverbandes für seine Unterstützung zu danken. Wie sehr er seiner Wehr zugetan ist, hatte Rißler zuvor in seiner Rede in dem Satz „Ich bin stolz auf meine Holmer Feuerwehr.“ zusammengefasst.

Es war nicht die einzige Ehrung an diesem bewegenden Nachmittag. Partner der Holmer Feuerwehr wurden die in Holm ansässigen Firmen Hagen und Secumar, deren Vertreter Torsten Wrage und Jan-Ulrich Bernhardt die Urkunden und Plaketten entgegennahmen. Landrat Oliver Stolz bedachte die Holmer Feuerwehr mit der Silbernen Feuerwehr-Ehrenglocke des Landes Schleswig-Holstein, nach der bronzenen bereits die zweite in Anerkennung der besonderen Leistungen der Wehr. Das goldene Exemplar wird irgendwann der Innenminister persönlich überreichen, allerdings werden bis dahin wohl wieder einige Jahre ins Land gehen. Höhepunkt war allerdings die offizielle Indienststellung des neuen Löschfahrzeuges. Mit seinen 16 Tonnen ist es „das schwerste HLF10, das ich bisher verkauft habe“, sagte der Daimler-Vertreter Dieter Selllmann, dessen Unternehmen für das Chassis verantwortlich zeichnet. Bei dem Ferrari unter den Feuerwehrfahrzeugen beeindruckt vor allem das innovative Beleuchtungskonzept, das die österreichische Firma Rosenbauer beisteuerte. Verwendet wurden ausschließlich energiesparende LEDs, die auch ohne zusätzliche Stromaggregate funktionieren. Die indirekte Beleuchtung hinter den einzelnen Klappen des Fahrzeuges blendet nicht und erzeugt so viel Helligkeit, dass die Einsatzkräfte auch bei Dunkelheit sofort arbeiten können, wenn sie den Einsatzort erreichen. Walter Rißler überreichte den symbolischen Schlüssel (kl. Foto: Ellersiek) an seinen Wehrführer. cel

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erstellt am 12.Apr.2015 | 21:52 Uhr

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