Altonaer Wellpappenfabrik : Zukunftsorientiert seit 110 Jahren

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Vor 110 Jahren wurde der Grundstein für Panther Packaging – zwölf spezialisierte Betriebe, die an sechs bundesweiten Standorten den europäischen Markt mit Papier, Wellpappe, Preprint-Erzeugnissen, Verpackungen und Displays versorgen – gelegt: Wilhelm Landmann gründete Anfang August 1902 in Hamburg Altona die Altonaer Wellpappenfabrik.

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31. Juli 2012, 19:38 Uhr

Nur drei Jahrzehnte nach der Erfindung der Wellpappe und der Patentanmeldung des Amerikaners Albert Jones vertrauten auch W. Landmann und M. Staub auf das langfristige Potential der Wellpappe und so nahm die Erfolgsgeschichte der Panther-Gruppe ihren Anfang. 1930 wurden der Pantherkopf und der Slogan „stark und elastisch“ als Markenzeichen eingetragen. 1945 übernahm Fritz Landmann, der Sohn des Firmengründers, den im Krieg zerstörten Betrieb und baute ihn in Altona wieder auf. 1961 siedelte sich die Panther-Gruppe mit der Altonaer Wellpappenfabrik unter Federführung von Horst Hilmer, der 1960 Prokura erhalten hatte, in Tornesch an. Horst Hilmer übernahm das Unternehmen und baute es mit Weitsicht zukunftsfähig aus. Nach seinem Tod 1998 übernahmen seine Tochter Carin Hilmer-Brenzinger und sein Sohn Axel Hilmer als Gesellschafter und Geschäftsführer die Panther-Gruppe. Etwa 1000 Mitarbeiter sind heute an den Standorten Tornesch, Stuhr, Wustermark, Bottrop, Schwabach und Illingen beschäftigt. Etwa 100 junge Menschen erhalten in unterschiedlichen Berufsfeldern eine Ausbildung in der Unternehmens-Gruppe.

200 Mitarbeiter gehören zur „Keimzelle“ der Panther-Gruppe, der Altonaer Wellpappenfabrik. Das Werk wurde in den vergangenen Jahren durch Investitionen in neueste Maschinentechnik, logistische Abläufe und Infrastrukturmaßnahmen auf den modernsten Stand gebracht.

Die steigende Nachfrage nach Wellpappen-Faltschachteln hat erst in diesem Jahr erneut zu Maschineninvestitionen in Millionenhöhe geführt. Die vollautomatisierte Linie mit drei Druckwerken und zusätzlichem Rillmodul stärkt die Fertigungsmöglichkeiten der Altonaer Wellpappenfabrik in einem zunehmend wichtigen Absatzgebiet. „Die Investition dient neben der hochwertigen Herstellung der individuell veredelten Faltkisten vor allem der Steigerung der Panther-typischen Zuverlässigkeit und Liefersicherheit für unsere Kunden“, betont Carin Hilmer-Brenzinger und verweist darauf, dass seit Gründung der Altonaer Wellpappenfabrik vor 110 Jahren und der darauf aufgebauten Panther-Gruppe die Unternehmensführung von hanseatischem Kaufmannsgeist und Grundwerten, die langfristige Erfolge sichern, geprägt sei.

1974 vermachte Fritz Landmann, der das Unternehmen von 1945 bis 1968 in Nachfolge seines Vaters und Firmengründers Wilhelm Landmann führte, kurz vor seinem Tod einen Teil seines Vermögens der Fritz-Landmann-Stiftung. Ihre Aufgabe besteht in der Förderung von Aus- und Weiterbildung in der papierherstellenden und papierverarbeitenden Industrie. Die Stiftung hat bundesweit Projekte in der Verpackungsindustrie bereits mit mehr als 11 Millionen Euro unterstützt.

Mit dem Bau von zwei Internaten bei überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen im Norden und Süden Deutschlands ermöglicht die Stiftung der Papier- und Verpackungsindustrie einen landesweiten Know-how-Transfer und bewirkt durch die Finanzierung von Laboreinrichtungen und der Förderung verschiedener Forschungsprojekte, dass neue Erkenntnisse der gesamten Verpackungsbranche zugutekommen.

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