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Antrittsbesuch : Zukunftsaufgabe: Phosphor-Recycling

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mitte des Jahres tritt eine neue Abfall-Klärschlammverordnung in Kraft, bis zum 31. Dezember 2024 soll das darin geforderte Phosphor-Recycling umgesetzt sein.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 21:07 Uhr

„Das hört sich zunächst nach einer langen Frist an. Wenn man bedenkt, dass die dafür benötigte Technik noch entwickelt werden muss, sieht die Sache schon anders aus“, sagte SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann. Zusammen mit seinem Kollegen, dem SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck, stattete er Christine Mesek, die im vergangenen Jahr den Vorstandsposten des Abwasserzweckverbands (azv) Südholstein übernommen hat, einen Antrittsbesuch ab.

„Die Verordnung kommt“, sagte azv-Chefin Mesek. „Und wir müssen dann damit umgehen.“ Die beiden Sozialdemokraten nahmen es als Hausaufgabe mit, bei den Kollegen in Bund und Land nachzuhaken, wie weit Planung und Umsetzung fortgeschritten sind. Klärschlamm eignet sich aufgrund des hohen Anteils an organischen Bestandteilen als Ersatzbrennstoff und wird in der Kohle- und Zementindustrie verwendet. Außerdem ist der Klärschlamm im Recyclingverfahren Phosphorlieferant. Zum Teil wird er bereits vor der Verbrennung aus dem Klärschlamm gesammelt. Optimal kann der Rohstoff aber erst durch die Verbrennung zurückgewonnen werden. Eine Vermischung mit anderem Abfall verschlechtert die Ausbeute.

Deshalb ist angedacht, reine Klärschlammverbrennungsanlagen zu bauen. „Deutschland kann hier eine Vorreiterrolle übernehmen“, so Rossmann.

Thomas Hölck zeigte sich beeindruckt vom Investitionsvolumen des Abwasserzweckverbands in Höhe von 26 Millionen Euro. Rund 14 Millionen Euro davon fließen in Baumaßnahmen im Klärwerk Hetlingen. Weitere zehn Millionen Euro werden in das regionale Sammlernetz und in die örtlichen Kanalnetze gesteckt. „Das stärkt die lokalen Handwerksbetriebe und Arbeitsplätze vor Ort“, sagte der Landespolitiker anerkennend. Auch dass das kommunale Unternehmen seine Aufgabe als Ausbilder wahrnimmt, nahm er erfreut zur Kenntnis. „Leider ist das Klärwerk für die Jugendlichen mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen. Da müssen wir dran arbeiten“, versprach der Haseldorfer. Beide Sozialdemokraten begrüßten, dass die Frauenquote beim azv Südholstein stimmt.

Nicht nur der Chefposten wurde im vergangenen Jahr mit einer Frau besetzt. Auch auf unterer Führungsebene sind die meisten Mitarbeiter weiblich.

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