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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 23:56 Uhr

Nordbahn : Zugfahrt mit dem Minister

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 hat die Nordbahn auf den Linien Itzehoe/Wrist-Hamburg-Altona (RB 71) und Itzehoe-Hamburg Hauptbahnhof (RB 61) zusätzliche Fahrten aufgenommen. Auch der Tornescher Bahnhof profitiert mit zwölf Zughalten mehr im Vergleich zum Fahrplan 2014/2015 von den zusätzlichen Fahrten der Nordbahn.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 21:55 Uhr

Gestern morgen gehörte Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) zu den Kunden der Nordbahn. Persönlich wollte er sich davon überzeugen, wie das neue Zugangebot genutzt wird. Begleitet wurde der Minister von den Geschäftsführern der Nordbahn Nis Nissen und Andreas Ortz sowie Bernhard Wewers, Geschäftsführer des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein.

Ihrer Zugfahrt, die laut Fahrplan um 9.04 Uhr, allerdings fünf Minuten verspätet, in Elmshorn begann und gegen 9.30 Uhr in Hamburg-Altona endete, schlossen sich nicht nur Medienvertreter auch. Auch Mitglieder der Tornescher Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“, die Bürgermeister Roland Krügel aus Tornesch und Volker Hatje aus Elmshorn sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel stiegen zu. Denn dass im Vergleich zum Vorjahresfahrplan im Netz Mitte vom Schleswig-Holsteinischen Nahverkehrsverbund NAH.SH bei der Nordbahn mehr Fahrten bestellt wurden, ist einem breiten Schulterschluss in der Region zu verdanken. Die Tornescher Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ hatte 13000 Unterschriften gesammelt und die Bürgermeister der Umlandkommunen sowie Politiker mit ins Boot geholt. Gisela Hüllmann, Sprecherin der Initiative, nutzte die Gelegenheit, für die Verbesserungen zu danken, machte aber auch im Gespräch mit Verkehrsminister Meyer deutlich, dass späte Abendverbindungen vom Hamburger Hauptbahnhof nach Tornesch fehlen und die Forderung nach je zwei Zughalten in der Stunde zum Hauptbahnhof sowie nach Altona und zurück bestehen bleibt.

„Lasst am Tornescher Bahnhof halten, was irgendwie möglich ist“, sagte auch Bürgermeister Krügel. Wie groß das Interesse an Zugverbindungen von Tornesch nach Hamburg auch außerhalb der frühen Pendler-Verkehrszeiten ist, konnte der Minister selbst sehen. Auf den Zug 9.04 Uhr, in dem er saß, stiegen am Tornescher Bahnhof mehr als 50 Wartende Richtung Hamburg ein, darunter zahlreiche junge Bahnnutzer. „Nur mit einem dritten Gleis wird es mehr Möglichkeiten für eine noch bessere Bahnanbindung geben“, machte der Minister deutlich. Er sprach der von Gisela Hüllmann ins Leben gerufenen Bürgerinitiative seinen Respekt aus. „Mir sind Bürgerinitiativen, die sich für etwas einsetzen lieber als die, die gegen etwas sind“, sagte er.

Die Bürgerinitiative will sich nun für die Realisierung des dritten Gleises, das in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen ist, stark machen und Landes- und Bundespolitiker sowie die Bürgermeister der Region einbinden.

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