zur Navigation springen

Bahnanbindung : „Zug ist noch nicht abgefahren“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nun haben die Tornescher Politiker und Bürgermeister Roland Krügel bei ihrem Einsatz für den Halt von Regionalexpresszügen am Tornescher Bahnhof nicht nur die Kommunen in der unmittelbaren Nachbarschaft hinter sich, sondern auch die Stadt Pinneberg, ja den gesamten Kreis. Denn laut Planungen der landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) sollen ab Dezember 2014 auch in der Kreisstadt die Regionalexpresszüge außer mit zwei Ausnahmen frühmorgens und spätabends durchrauschen. Die Kreisstadt hätte dann keine direkte Zugverbindung in die Landeshauptstadt mehr. Wer mit der Bahn Richtung Norden will, müsste in Elmshorn umsteigen.

Vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Verkehrssituation auf A7 und A23 sowie dem geplanten Ausbau der A7 ab 2015 forderten auch die Politiker des Kreistages vom Land Verbesserungen im Schienenpersonennahverkehr für den Kreis Pinneberg. Auch Landrat Oliver Stolz wies im Land auf die Bedeutung des Kreises Pinneberg in der Metropolregion Hamburg als Wirtschaftsstandort hin, der eine optimale Verkehrsanbindung benötigt. Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Reinhard Meyer versicherte im April bei einem Gespräch mit Bürgermeister Krügel und Vertretern der Tornescher Wirtschaft, dass das Land auch bei der Bahnanbindung „Tornesch und den Kreis Pinneberg auf der Reihe habe“. Nun kehrte er gemeinsam mit dem Geschäftsführer der LVS Bernhard Wewers auf Einladung von Bürgermeister Krügel zu einem Gespräch nach Tornesch zurück, in dem es um Möglichkeiten der Verbesserung der Zughalte ging.

Auch Landrat Oliver Stolz, die Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg sowie Bürgermeister aus den Kommunen Uetersen, Rellingen, des Amtes Moorrege, Prisdorf sowie Vertreter der Tornescher Wirtschaft nahmen daran teil, um Standpunkte und Forderungen deutlich zu machen. Das Ergebnis: Die Entscheidungsträger in der LVS werden prüfen, ob nicht doch ab Dezember 2014 Möglichkeiten bestehen, vormittags und nachmittags in Pinneberg Regionalexpresszüge halten zu lassen und in Tornesch in den Hauptverkehrszeiten weitere Anbindungen zum Hamburger Hauptbahnhof zu ermöglichen. „Das Angebot im Schienenpersonennahverkehr hat nun mal mit Geld und Kapazitäten auf der Schiene und bei den Zügen zu tun. Wir haben nur zwei Gleise zwischen Elmshorn und Hamburg. Das dritte Gleis sehen wir mittelfristig, wir brauchen es und es ist auch im Bundesverkehrswegeplan angemeldet“, so Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Reinhard Meyer. Im Herbst soll sich in der Runde wieder getroffen und über angedachte Lösungen gesprochen werden.

„Zusätzliche Halte bei uns mit Anbindung an den Hamburger Hauptbahnhof würden auch Pinneberg entlasten“, so der Tornescher Bürgermeister Roland Krügel. Er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass, wenn Pinneberg doch wieder die RE-Halte bekommen sollte, die Züge dann auch in Tornesch halten. „Wir müssen als Region für weitere Verbesserungen im ÖPNV und Schienenverkehr streiten. Wir freuen uns, dass der Zug offenbar noch nicht abgefahren ist“, so Landrat Oliver Stolz.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Jun.2013 | 19:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert