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Wechsel an der Spitze : Zu viel um die Ohren: Rücktritt vom Fraktionsvorsitz

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bei der CDU-Fraktion ist am Montagabend offiziell vollzogen worden, was eigentlich schon lange kein Geheimnis mehr war: die Ablösung von Fraktionschef Kai Feuerschütz (45) durch Andreas Stief (46). Beruflich, als alleinerziehender Vater und mit einem Doppelmandat ausgerüstet, sei er ohnehin schon mehr als ausgelastet, so Feuerschütz.

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erstellt am 14.Aug.2012 | 20:24 Uhr

Der Fraktionsvorsitz in Uetersen habe ihm weitere Arbeit abverlangt, sodass unter dem Strich der Tag nicht 24 Stunden, sondern 30 hätte haben müssen, um zumindest etwas Freizeit zu haben. Auf Dauer sei das nicht zu verkraften. Und auf Dauer, sagte Feuerschütz gestern, sei sein Engagement an der Spitze der CDU-Fraktion auch nicht angelegt gewesen. Es sei vor zwei Jahren, als er den Vorsitz von Jens Dieck übernommen habe, bereits klar gewesen, dass es ein Amt auf Zeit sein würde. Mit Andreas Stief sei nun ein Nachfolger gefunden worden, der den Staffelstab ins Ziel hineintragen werde. Einen weiteren Wechsel an der Spitze werde es in dieser Legislaturperiode nicht mehr geben, waren sich der alte und neue Fraktionsvorsitzende einig.

Stief ist mit 46 Jahren einer der jüngeren Mitglieder in der Fraktion. Und damit ergibt sich schon ein erstes Aufgabenfeld für den neuen Staffalstabträger: der Unterbau muss her. Und das, weiß Stief, wird nicht einfach werden. Auch lokalpolitisch gibt es derzeit einiges zu bewegen. Diesen Themen werde er sich genauso entschlossen stellen, wie es sein Vorgänger getan habe.

Als Beispiele nannte Stief die ungeklärte Eigentumsfrage in Sachen Ludwig-Meyn-Gymnasium, den Fusionsprüfungsprozess Uetersen-Tornesch, die Haushaltskonsolidierung und die Begleitung der Stadtwerke auf ihrem Weg, die Konzessionen für Wasser, Strom und Gas zu erhalten. Der Themenbereich Stadtentwicklung und Bauen reize ihn besonders. Er freue sich diesbezüglich auf Herausforderungen in diesem Sektor.

Stief, zweifacher Familienvater, kündigte an, jeweils auf Basis von Faktenlagen zu entscheiden, dabei aber große Zielstrebigkeit an den Tag legen zu wollen. Auf die Führung der CDU-Fraktion freut er sich. Andreas Stief weiß, was auf ihn zukommt, denn er war bislang Feuerschütz’ Stellvertreter.

Kai Feuerschütz bleibt der Fraktion erhalten, und er bleibt auch Ratsherr. Auch sein Kreistagsmandat und den Vorsitz im dortigen Wirtschaftsausschuss will der Uetersener behalten. Was im kommenden Jahr sein werde, könne er heute noch nicht sagen. Auf jeden Fall wolle er sich jetzt mehr auf die Belange der Familie konzentrieren.

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