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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 04:36 Uhr

Nordgespräch der SPD : Zu viel Mais im Kreis?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ob der zunehmende Anbau von Mais für Biogasanlagen die Artenvielfalt bedroht und wie ein gutes Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz aussehen könnte – das wollten beim Nordgespräch der SPD-Ortsvereine Westerhorn und Brande-Hörnerkirchen und dem Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann rund 50 Teilnehmer wissen.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2012 | 19:14 Uhr

Auch der neue Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für den Bereich nachwachsende Rohstoffe und Biomasse, Lars Winter, sowie der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Lars Kuhlmann und Hans-Jörg Lüth, der als stellvertretender Landesvorsitzender des BUND die Sicht der Umweltschützer vortrug, waren zur Podiumsdiskussion gekommen, um ihre Sicht der Dinge im Westerhorner „Lindenhof“ darzulegen.

Dabei machte SPD-Vertreter Lars Winter deutlich, dass die neue Regierungskoalition in Schleswig-Holstein zu Energiewende und Biogas steht. „Wir wollen aber auch die Biogaserzeugung so organisiert sehen, dass die Belange des Umweltschutzes und betroffener Anwohner berücksichtigt sind“, betonte Winter. „Dialog und Bürgermitbestimmung stehen für uns auch an dieser Stelle ganz oben.“

Für Kreis-Bauernchef Lars Kuhlmann war gerade der Dialog ein gutes Stichwort. Er mahnte ein schärferes Profil der SPD bei landwirtschaftspolitischen Fragen an und wies darauf hin, dass Mais beileibe nicht nur für Biogasanlagen angebaut werde, sondern gerade auch als Futtermittel für die Tierhaltung unverzichtbar sei und verstärkt nachgefragt werde. Nach seiner Darstellung ist absehbar, dass die Gülleverwertung den Einsatz von Mais für die Herstellung von Biogas den Rang ablaufen wird.

BUND-Diskutant Lüth indes sieht in der Fehlförderung von Biogas durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG für die Ausweitung des Maisanbaus begründet. „Aus umweltpolitischer Sicht ist Biogas aus Mais grundsätzlich abzulehnen. Hier muss dringend umgesteuert werden“, forderte der Naturschützer.

Im Schlusswort wies Gastgeber Ernst Dieter Rossmann noch einmal darauf hin, dass die SPD auch bei Biogas auf dezentrale kleinere Anlagen statt auf industrielle Großanlagen setzt.

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