Handball : Zu viel Lob in der Pause?

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Am Sonnabend trafen die 1. Herren des TuS Esingen auf den punktgleichen SC Alstertal-Langenhorn. Obwohl die Teams sich zum zwölften Mal gegenüberstanden, gab es in der Neuen KGST-Halle zunächst eine Phase des Abtastens, in der die Gäste sogar in Führung lagen. Den Esingern gelang es dann jedoch, mit Laufspiel und hervorragenden Anspielen zu gefallen. Daniel Abel war am Kreis ständig anspielbar. Und egal, wer ihm den Ball zuwarf – mit traumwandlerischer Sicherheit versenkte Abel ihn im Netz. Mit sieben Toren in der ersten Halbzeit (neun insgesamt) war Abel TuS-Haupttorschütze. Jannik Genz und Christoph Bökeler organisierten das Angriffsspiel: Sie setzten ihre Mitspieler im richtigen Moment erfolgreich in Szene oder kamen selbst zum Abschluss.

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16. Januar 2012, 21:38 Uhr

Der SCALA-Coach nahm schon nach sieben Minuten (4:3 für Esingen) eine Auszeit – sein Team gestattete dem TuS aber auch danach viele einfache Tore. So zum Beispiel in der 20. Minute: Daniel Günter zog mit dem Ball von außen in die Mitte, während sein Gegenspieler stehen blieb und seinen Nebenmann auf Christoph Bökeler hinwies. Während Bökeler gar nicht ins Spiel eingriff, konnte Günter seinen Sprungwurf erfolgreich abschließen. So drehten die Hausherren das Ergebnis von 1:3 über 5:3 auf 11:6 und 15:10. In den letzten fünf Minuten vor der Pause ließ TuS-Torwart Alexander Dustin Witt keinen Treffer mehr zu. Auf der Gegenseite traf Jesko Semmelhack, der auch das erste Tor des Tages erzielt hatte, quasi mit der Pausensirene zum 20:10. Nach dem Seitenwechsel war der Spielfluss der ersten Hälfte plötzlich dahin: Es hagelte Siebenmeter-Entscheidungen gegen die TuSAbwehr und nach siebeneinhalb Minuten war der Vorsprung auf 22:17 geschmolzen. Nach einer Auszeit kamen die Tornescher besser ins Spiel und warfen wieder einen Acht-Tore-Vorsprung heraus. Eine trügerische Sicherheit, denn das 28:20 (45. Minute) war in der 51. Minute fast vollständig aufgebraucht. Zu allem Überfluss suchte Abel das Gespräch mit dem Schiedsrichter-Gespann, das ihn zur Beruhigung für zwei Minuten auf die Bank verwies. Den fälligen Siebenmeter verwandelte SCALA und die Tornescher mussten in Unterzahl zittern, auch das 28:26 zu verspielen. Aber nun setzte eine Trotzreaktion ein: Nachdem SCALA auf 32:33 verkürzt hatte, enteilte Daniel Quilitzsch der offenen Deckung, behielt die Ruhe und traf in seinem 142. (von 153 möglichen seit dem Sommer 2005) Punktspiel zum 34:32. SCALA verkürzte 16 Sekunden vor Ende nochmals. „Jetzt nur keinen Ballverlust", dachten die TuS-Fans. Drei Sekunden vor Ultimo traf Lennart Haas zum erlösenden 35:33. TuS-Trainer Jan-Henning Himborn befand: „Besser als wir in der ersten Halbzeit kann man nicht spielen – ich habe die Mannschaft in der Pause wohl zu viel gelobt ...“

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