Basketball : Zu siebt lange geführt

Im Gastspiel bei ihrem Tabellen-Nachbarn MTV Bad Bevensen/Lüneburg ging es für die 1. Herren des TSV Uetersen am vergangenen Sonnabend darum, sich in der 2. Regionalliga Nord oben festzusetzen.

shz.de von
07. November 2013, 18:07 Uhr

In der Halle im Lüneburger „Sportpark Kreideberg“, die gut gefüllt war, standen TSV-Trainer Toni Radic allerdings nur sieben Spieler zur Verfügung. Häufige Rotation und kluge Auszeiten waren deshalb extrem wichtig, um die Ausfälle von Patrik Tomas Fischer, Hauke Liebau, Denys Roski, Tim Schölermann und Torben Schölermann zu kompensieren.

Die sieben Uetersener kämpften vom Anfang bis Ende und hielten über drei Viertel eine sagenhafte Führung (19:9, 35:21 und 46:44), ehe im letzten Abschnitt durch Foulprobleme (fast jeder TSV-Spieler hatte bereits vier Fouls begangen) und Ballverluste der Gäste das Spiel zugunsten der Lüneburger kippte. In der ersten Halbzeit waren Phillip Döhring und Torben Liebau kaum zu stoppen. „Auch sonst eher zurückhaltende Spieler wie Raoul Lehmann und Hendrik Hackland zeigten gute Leistungen“, lobte André Hoppe, Spieler und Pressewart der TSV-Korbjäger. Auch Jan Frederic Linde legte endlich wieder einen guten Auftritt hin, holte viele Rebounds und spielte eine solide Defense.

Die Gäste rotierten viel in der Defense und überraschten ihren Gegner immer wieder mit verschiedenen Varianten. „Außerdem waren wir irgendwie schneller und spielten den Ball besser als die Lüneburger“, berichtete Hoppe. Immer wieder kamen die Rosenstädter durch freie Würfe und gute Aktionen zu Körben und Lehmann krönte nach einem Ballgewinn einen Fastbreak mit einem krachenden Dunking. „Einzig und allein unsere Freiwurfstatistik müssen wir noch verbessern“, so Hoppe.

Nach der Pause stellte der MTV seine Abwehr um, was Uetersen Probleme bereitete. Plötzlich versprangen die Bälle, die TSV-Spieler konnten einfache Pässe nicht mehr fangen und ließen freie Korbleger einfach liegen. „In der Defense kamen wir wiederholt zu spät in die Rotation und ließen den Gegner frei werfen“, klagte Hoppe. Nach einem Neun-Punkte-Rückstand kämpften sich die Uetersener aber noch einmal zum 71:71-Ausgleich.

Als noch 45 Sekunden zu spielen waren, hatten die Gäste einen Angriff, verloren aber den Ball. Die Lüneburger punkteten im folgenden Angriff und gewannen am Ende mit 77:71. „Wir haben stark gekämpft, aber leider trotzdem verloren“, sagte Hoppe, während Radic klagte: „Wir haben uns selbst geschlagen!“ Nachdem die Uetersener von den Zuschauern mit Applaus verabschiedet worden waren, sagte TSV-Spieler Frank Werner: „Es wäre schön gewesen, zu siebt gegen zwölf Lüneburger zu gewinnen – es war eine unglückliche Niederlage!“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert