Basketball : Zu niedrig gewonnen?

Die gute Nachricht zuerst: Die 1. Männer des TSV Uetersen haben ihr wohl wichtigstes Saisonspiel in der 2. Regionalliga Nord gewonnen. Allerdings fiel ihr 90:82-Sieg gegen die Lübecker TS um exakt sechs Punkte zu niedrig aus, um die 62:76-Niederlage aus dem Hinspiel vom 11. November 2012 wettzumachen, so dass die Uetersener ihrem Abstiegs-Konkurrenten im direkten Vergleich, der am Saisonende bei Punktgleichheit für die Platzierung entscheidend ist, unterlagen.

shz.de von
12. Februar 2013, 20:58 Uhr

Im „Abstiegsendspiel“ musste TSV-Trainer Emir Ibrahimbegovic auf Patrik Tomas Fischer (erkrankt), Heiko Roth (verletzt) und Frank Werner (verhindert) verzichten. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern, die in die LMG-Halle an der Seminarstraße gekommen waren, legten die Uetersener los wie die Feuerwehr. Vor allem Philipp Döhring begann furios und erzielte die ersten neun TSV-Punkte im Alleingang, ehe er für längere Zeit gar nicht mehr auf dem Spielberichtsbogen auftauchte.

Nach einem sehr starken Anfangsviertel (30:22-Führung) zeigten die Hausherren auch zu Beginn des zweiten Viertels zunächst noch die nötige Entschlossenheit, ehe es plötzlich einen Bruch in ihrem Spiel gab: „Auf einmal hatten wir kein System mehr, waren nicht mehr aggressiv in der Defense, haben die Gegenspieler aus den Augen verloren und immer wieder Fehlpässe gespielt“, gab André Hoppe, Spieler und Pressewart der TSV-Korbjäger, zu. Hatten die Uetersener zwischenzeitlich fast schon mit 30 Punkten geführt, so kamen die Lübecker nun wieder bis auf zwei Zähler heran. Doch die Hausherren holten noch einmal tief Luft und konnten sich immerhin mit einer 47:39-Führung in die Halbzeit retten. Nach der Pause kam das aus TSV-Sicht wie immer schlechteste Drittel: „Bei uns ging in dieser Phase gar nichts“, so Hoppe. Auf einmal führten die Lübecker und in der Halle war es totenstill. Ibrahimbegovic nahm eine Auszeit und brachte Torben Liebau ins Spiel, und tatsächlich lief es nun wieder besser, was eine 66:59-Führung nach dem dritten Abschnitt bedeutete. Im letzten Viertel drückten die Lübecker und kamen immer wieder zu freien Würfen. „Vor allem die Dreier-Würfe haben uns hart getroffen“, analysierte Hoppe. Doch Torben Schölermann, Phillip Döhring und Liebau, der sein bestes Saisonspiel machte und in den richtigen Momenten zwei wichtige „Dreier“ versenkte, verhalfen den Uetersener zu einem im Kampf um den Klassenerhalt überlebensnotwendigen 90:82-Sieg.

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