Ausschwärm-Tag : Zu den grünen Wurzeln

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„Ausschwärmen“ ist für die Kieler Parlamentarier von Bündnis 90/ Die Grünen während eines Aktionstages angesagt gewesen. „Raus aus dem Landtag, rein in die Landschaft“ hieß es für die Regierungspolitiker. Sie wollten „Artenvielfalt direkt erleben“. Die Grundlage ihrer Politik rückten die Grünen wieder in den Fokus. „Der Naturschutz geht unter“, steht für die Kreis-Pinneberger Abgeordnete Ines Strehlau fest. Sie macht „große Widerstände“ gegen diese Politik aus.

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09. Juli 2014, 21:14 Uhr

Als Begleiter für ihre Exkursion hatte sie sich Hans Ewers vom Nabu sowie den Kreistagsabgeordneten der Grünen, Helmuth Kruse, ausgesucht. Erste Station war das Feld eines Baumschulers sowie der angrenzende Knick. „Das Feld war tot gespritzt“, berichtete Ines Strehlau im Rahmen eines Pressegesprächs im Garten des Elbmarschenhauses. Einen „Verstoß gegen die Knickverordnung“ machte sie aus, denn auch dem Fuß des Erdwalls sah man an, dass er gespritzt worden war.

Eigentlich hätten 50 Zentimeter des Feldes neben dem Knick unbehandelt bleiben müssen. Kruse moniert, dass die Kreisverwaltung die Einhaltung der Verordnung nicht gebührend überwacht. „Der Kreis ist darauf angewiesen, dass der Knickschutz eingehalten wird“, so Ewers.

Eine große Bedeutung kommt für die kommunalpolitische Sprecherin ihrer Fraktion der Straßenbegrünung in den Städten und Gemeinden zu. Sie will in Gesprächen mit Grünen Kommunalpolitikern stärker die Bedeutung für die Knickpflege ins Bewusststein rücken. Zweite Station war das Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe. Dort wurden ihr von Ewers und Kruse die negativen Folgen der bisherigen Elbvertiefungen vorgeführt. Danach habe sich die Tide verändert, so dass die Flut sieben und die Ebbe fünf Stunden dauere. Folge: Manche Pflanzen, die früher den Gezeiten ausgesetzt waren, stehen nur noch im Wasser.

Eine Lanze brach sie für die vom Grünen Umweltminister Robert Habeck geplante Änderung des Öko-Ausgleiches, wie er einst von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossen wurde. Ein „realer Ausgleich“ sei notwendig, so Ines Strehlau, etwa bei Wäldern im Verhältnis eins zu drei. Ewers ergänzte, dass die extensive Nutzung von Land für die Bauern durchaus Vorteile bringe. Das ermögliche „einen eleganten Griff auf EU-Grünlandprogramme.“

Ein Lob gab es für den Hetlinger Wasser-Erlebnispfad, den der Abwasser-Zweckverband zusammen mit dem Nabu betreibt.

Die Pädagogin lobt, dass die Eigenheiten der Küsten den Nutzern anschaulich nahe gebracht werden.

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