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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 21:49 Uhr

Sri Lanka : Zu Besuch bei den Rosenkindern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Delegation bereiste mehrere Wochen lang den Inselstaat Sri Lanka im Indischen Ozean.

Colombo | Bereits drei Jahre vor der Vereinsgründung der „Rosenkinder“ gab es mehrere Uetersener, die Sri Lanka, das ehemalige Ceylon, regelmäßig bereist haben. Vor und unmittelbar nach dem Tsunami (2004) verbunden mit den Ziel, sich zu erholen aber auch, um Land und Leute kennenzulernen. Aus den vor Ort gewonnenen Eindrücken nach 2004 entstand die Idee, sich dort insbesondere für die Kinder zu engagieren, die bei der großen Flutwelle ihre Eltern verloren haben. Und zwar persönlich. Dafür wurde 2006 in Uetersen der Verein gegründet, dem inzwischen mehr als 150 Mitglieder angehören. Die Kinder, die in Sri Lanka gefördert werden, heißen „Rosenkinder“, in Verbundenheit zur „Rosenstadt Uetersen“.

Nishani ist inzwischen 18 Jahre alt. Sie wird seit zehn Jahren gefördert und ist das einzig noch verbliebene Rosenkind der ersten Stunde. Die Mutter ist verstorben, der Vater geflohen. Nishani lebt seither bei der Schwester der Mutter. Dieter Kaske, Vorsitzender der Rosenkinder, hält ein Bild des Mädchens aus dem Jahre 2007 in der Hand.
Nishani ist inzwischen 18 Jahre alt. Sie wird seit zehn Jahren gefördert und ist das einzig noch verbliebene Rosenkind der ersten Stunde. Die Mutter ist verstorben, der Vater geflohen. Nishani lebt seither bei der Schwester der Mutter. Dieter Kaske, Vorsitzender der Rosenkinder, hält ein Bild des Mädchens aus dem Jahre 2007 in der Hand. Foto: uen

Einmal im Jahr bereist eine Uetersener Delegation den Inselstaat, in dem inzwischen viele Förderprojekte auf den Weg gebracht worden sind. Neben dem Vorstand des Vereins mit dem Vorsitzenden Dieter Kaske hatten die Reise mehrere Vereinsmitglieder gebucht, um bis zu vier Wochen in Sri Lanka zu verbringen. Verbunden mit dem Ziel, sich möglichst viele Förderprojekte mit eigenen Augen anzuschauen und so den Erfolg abschätzen zu können. In Sri Lanka arbeitet die Fördergemeinschaft mit dem „All Ceylon Buddhist Kongress“ und dem „Lions Club“ zusammen. Eine ganze Woche lang wurde visitiert, um sich den einzelnen Projekten zuzuwenden. Neben dem Ausspannen bei mehr als 30 Grad Celsius im Schatten hatten alle Mitreisenden zusätzlich Gelegenheit, sich von der Schönheit Sri Lankas während einer privaten Rundreise zu überzeugen.

Bei der Visite in Augenschein genommen wurde zunächst das Kernprojekt, die Patenschaften für einzelne Kinder, die Bildungsförderung erhalten. Es begann mit sechs Kindern, inzwischen werden 60 Kinder gefördert. Festgestellt wurde ein großer vor Ort zu leistender Aufwand. Ein Lösungsweg könnte eine administrative Verstärkung sein.

Ein weiteres Schwergewicht der lokalen Förderung betrifft die Unterstützung der Mädchen im Waisenhaus „Children Home“ in Balapitiya. Dank der vielen Vor-Ort-Einsätze von Petra Gerlings und Ursel Kramer, die sich insbesondere handwerklich engagiert haben, entwickele sich die Unterstützung bei der schulischen Weiterentwicklung der Mädchen prächtig, so Kaske. Das neue Komitee, gewählt Ende 2016, habe der Uetersener Gruppe sehr gefallen. Hier und da gebe es weiterhin kommunikative Defizite, an deren Verbesserung man arbeite. Weiter in Augenschein genommen wurden das „Rosenkinder-Hostel“ und die Tanzschule in Amunagama, die über eine Sonderfinanzierung einen neuen Holzfußboden erhalten hat. Dort erlernen die Kinder den Kandyan Dance.

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erstellt am 20.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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