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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 23:51 Uhr

Jubiläum : Zu Beginn hieß es: durchhalten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn Anerkennung ausbleibt, stellen sich schnell Unzufriedenheit und Frustration ein, eine fatale Mischung, die leicht zu Resignation und Verweigerung, aber auch zu deren Gegenteil, zu einer „Jetzt-erst-recht“-Haltung führen kann.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 17:44 Uhr

Vor rund 40 Jahren erwuchs aus diesen Gründen im Kreis Pinneberg aus der großen Unzufriedenheit der Künstler und der kulturell Interessierten mit der mangelnden Anerkennung ihres Tuns der Wille, sich einzumischen und politisch aktiv zu werden – der Kampf ums „Brot“ begann. Kunst und Kultur sollten nicht länger Stiefkind der Politik sein, das waren Wunsch und Wille der Männer und Frauen, die sich 1972 daran machten, den Kreiskulturverband Pinneberg e. V. aus der Taufe zu heben. Auslöser dafür war die Unzufriedenheit mit der Kulturpolitik des Kreistages wie auch mit der Interesselosigkeit weiter Teile der Bevölkerung. Ziel war es, einen Dachverband zu schaffen, der die Interessen der Kunst- und Kulturschaffenden gegenüber den Institutionen des Kreises vertreten sollte, ähnlich dem Kreissportverband.

Nach einjähriger Vorarbeit wurde der Kreiskulturverband Pinneberg e. V. (KKV) am 15. September 1973 gegründet. Dem KKV gehörten damals 13 Mitglieder an: elf Chöre, die Künstlergilde und der VAI (Verein Architekten und Ingenieure). Erster Vorsitzender wurde Richard Plath, Kirchenmusikdirektor aus Uetersen, seine Nachfolgerinnen waren Susanne Kraft und Waltraut Buchholz. Mit ihnen blieb die Leitung des KKV über Jahrzehnte in kirchenmusikalischer Hand.

Die erste Amtshandlung des KKV war ein Brief an die Mitglieder des Kreistages, in dem die Gründung des KKV mitgeteilt und dessen Anliegen vorgestellt wurden. Die Reaktion, er (der Kreistag) habe diese Information „zur Kenntnis genommen“, wurde mit großer Enttäuschung aufgenommen. Das war „hartes Brot“, an dem der KKV ordentlich zu kauen hatte. Doch der Einsatz für die Sache hat sich – aus heutiger Sicht – gelohnt, denn mittlerweile ist die Kulturförderung und damit auch die freiwillige Zahlung von Fördergeldern den Kreispolitikern ein wichtiges Anliegen. Große Unterstützung für seine Aktivitäten erhielt der KKV von Anfang an durch die Kreissparkasse Pinneberg und später durch die Sparkasse Südholstein. Nur mit deren Hilfe konnten so anspruchsvolle Veranstaltungen wie die Kreiskulturtage und die Kreiskulturwochen realisiert werden. Am 15. September 2013 wird der Kreiskulturverband Pinneberg 40 Jahre alt.

Dieses Ereignis soll im Kreiskulturzentrum, der Landdrostei in Pinneberg, gebührend gefeiert werden. Und Kreispräsident Tiemann hat zugesagt, großzügig „Brot für die Künstler“ zu verteilen.

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