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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 18:22 Uhr

Bauausschuss : Ziel: Integriertes Verkehrskonzept

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses wird in ihrer Beratung am Montag, dem 6. August, ein Ausschreibungstext für die Erarbeitung eines Integrierten Verkehrskonzeptes der Stadt zur Beratung und Abstimmung vorgelegt.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2012 | 19:47 Uhr

In ihrer Märzsitzung hatten die Politiker die Verwaltung beauftragt, einen externen Gutachter für die Leistungsbeschreibung zu beauftragen. Denn bereits ein Jahr zuvor sollte ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben werden. Doch die Politik war mit dem Ergebnis der Ausschreibung nicht zufrieden und führte das auf die von der Stadt erstellte unkonkrete Leistungsbeschreibung zurück. Daraufhin lag die Erstellung eines Integrierten Verkehrskonzeptes auf Eis, die Christdemokraten plädierten sogar dafür, erst nach Beendigung der Bauvorhaben „Tornesch Am See“ und Sportanlage Großer Moorweg ein Verkehrskonzept erstellen zu lassen. Dann kam eine Stellungnahme der Stadt Uetersen im Rahmen der Bauleitplanung (gemeinsamer F-Plan) zu Betriebserweiterungen am Großen Moorweg. Die Uetersener Politiker sahen Probleme mit dem Verkehrsabfluss am Großen Moorweg, verweigerten im ersten Schritt das Einvernehmen und forderten dann die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für die Stadt Tornesch, das auch die berechtigten Interessen der Nachbarkommunen berücksichtigt.

Daraufhin hatten die Politiker des Bauausschusses das Thema Integriertes Verkehrskonzept wieder aufgenommen und die Verwaltung beauftragt, den Ausschreibungstext von einem externen Gutachter erstellen zu lassen. Beauftragt wurde das Büro LOGOS aus Hamburg, das selbst mit der Erarbeitung von Verkehrskonzepten beschäftig ist. Der Entwurf des Ausschreibungstextes liegt nun vor und wurde den Bauausschussmitgliedern in den Unterlagen zur Sitzung übermittelt. Auch auf der Homepage der Stadt sind über Allris die öffentlichen Unterlagen und der Entwurf der Leistungsbeschreibung einsehbar.

Michael Krüger von der IG Südtangente und der ehemalige FDP-Politiker im Bauausschuss Peter Thormählen – zwei Streiter für ein Integriertes Verkehrskonzept mit neuen Lösungen, beruhigten Straßen und weniger Feinstaubausstoß – haben den Entwurf des Ausschreibungstextes bereits unter die Lupe genommen und eine Stellungnahme dazu an Politik und Verwaltung gesandt.

Denn in der März-Sitzung des Bauausschusses hatte die Verwaltung vorgeschlagen, dass in die Ausarbeitung des Verkehrskonzeptes interessierte Bürger aktiv eingebunden werden sollten. Peter Thormählen, Michael Krüger sowie Jens Kampe hatten sich gemeldet. Doch Thormählen und Krüger vermissen in dem Ausschreibungstext nicht nur die Verpflichtung des den Auftrag erhaltenden Büros, die Bürger in Planungen und Gespräche einzubinden, sie haben noch mehr kritische Anmerkungen. Siehe Anregungen zum Verkehrskonzept.

Michael Krüger und Peter Thormählen nehmen die Verwaltung beim Wort und bringen Anregungen zum Verkehrskonzept ein

Im Entwurf zur Leistungsbeschreibung für die Erstellung eines Integrierten Verkehrskonzeptes fehlt Michael Krüger und Peter Thormählen eine Auflistung von Tornescher „VerkehrsBrennpunkten“, die unter die Lupe genommen werden und für die alternative Lösungsvorschläge erarbeitet werden müssten. Die beiden Streiter für zukunftsfähige Verkehrslösungen in der Stadt denken hierbei insbesondere an eine Entlastung der Ahrenloher Straße. „Es kann als sicher gelten, dass die K22 in den nächsten Jahren aus den verschiedensten Gründen nicht gebaut werden kann und sollte. Ein Nachdenken über geeignete Alternativen ist deshalb dringend erforderlich. Anregungen gibt es genug“, bringen Michael Krüger und Peter Thormählen in Erinnerung. Auch für die Denkmalstraße, die täglich „verbotener Weise“ durch Schwerlastfahrzeuge genutzt werde, erwarten Krüger und Thormählen in einem Verkehrskonzept Alternativen. Und das sollte in der Ausschreibung verankert sein. Das Gleiche gelte für den Lindenweg und andere Straßen im Ort.

„Anhand einer Verkehrsprognose werden wir ziemlich genau erfahren, wie und welche Straßen im Jahr 2025 vermutlich belastet sein werden.Wir werden in der Lage sein, das vorhandene Straßennetz den Erfordernissen anzupassen beziehungsweise zu erweitern, mehr aber auch nicht. Das kann aber nur zum Teil unser Ziel sein, zumal Verkehrsplanung auch größtenteils Stadtplanung ist. Wollen wir mehr Lebensqualität in der Stadt und deren Attraktivität erhöhen, gar einen Stadtkern entwickeln, dann führt das fast automatisch zu Maßnahmen, den motorisierten Individualverkehr, den Lärmpegel und die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Hierzu vermissen wir neue Ideen“, so Peter Thormählen und Michael Krüger.

Sie kritisieren, dass der Entwurf des Ausschreibungstextes im Wesentlichen von der Erhaltung des vorhandenen Straßennetzes ausgehe. „Alternativen wie Gemeinschaftsstraßen, ampelgesteuerte Kreisel, eine verkehrsberuhigte Innenstadt und der Anschluss der K 22 an die Pinneberger Westumgehung werden nicht untersucht. Aber ein Festschreiben des Straßennetzes mit gelegentlicher Anpassung an neue Gegebenheiten reicht bei der Tornescher Verkehrssituation nicht mehr aus.“

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