zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

21. September 2017 | 12:44 Uhr

KITA-Verlagerung : Ziel: Dialog mit Eltern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Christdemokraten sehen sich nach der politischen Entscheidung, den DRK-Kindergarten an der Friedlandstraße am bisherigen Standort neu zu bauen und die Kinder während der Bauzeit in Containern unterzubringen, Kritik ausgesetzt.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2011 | 21:19 Uhr

„Auch wir haben die Kinder und deren Befindlichkeiten im Blick. Aber wir mussten abwägen, ob wir ein Jahr eine vertretbare Übergangslösung finden und dafür den richtigen Kindergartenstandort für die kommenden 40 Jahre festlegen oder ob wir eine kurzfristige Zufriedenheit bei den betroffenen Eltern schaffen, damit aber die kommenden Jahrzehnte die zentralörtliche, fußläufige Erreichbarkeit und damit einen reduzierten Verkehr in der Stadt ausschließen“, macht der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon die Entscheidungs-Argumente nochmals deutlich.

Ein weiteres CDU-Anliegen ist, darauf hinzuweisen, dass die Standortfrage völlig unabhängig von der Tennishalle getroffen worden sei. „Für uns stellt sich die Frage nach einem Bau der Tennishalle im Zentrum gar nicht. Sie gehört an den Stadtrand. Wenn wir uns für den KiTa-Standort Schützenplatz entschieden hätten, wäre es doch ein Leichtes gewesen, den Beschluss zu erweitern und den Bau der Tennishalle an einem anderen Standort anzugeben“, so Christopher Radon.

Die SPD wolle mit aller Gewalt die Tennishalle im Zentrum bauen, merkt Friedrich Meyer-Hildebrand, für die CDU Mitglied im Sozialausschuss, zum Thema Tennishalle und Kindergartenneubau an. Als nächsten Schritt wollen die Christdemokraten den Dialog mit den Elternvertretern des DRK-Kindergartens aufnehmen, um die „Wogen zu glätten“, den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich in Hamburg in moduler Bauweise erstellte Kindergärten anzusehen und am Runden Tisch gemeinsam die Übergangslösung für die Bauphase zu durchdenken.

CDU-Kritik am Verhalten der Verwaltung / Erst Heizungsinvestition, dann Eile für Neubau, nun Zeit für weitere StandortsucheDie Christdemokraten erachten es für wichtig, darauf hinzuweisen, dass „die ganze KiTa-Verlagerung insgesamt nicht ganz rund gelaufen“ ist, wie es der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon bezeichnet. So seien im Januar 2011 vor dem Hintergrund der „Legionellen-Problematik“ im DRK-Kindergarten die Vorsitzenden aller Fraktionen zusammengerufen worden, um eine schnelle Entscheidung für einen Kindergartenneubau zu treffen. „Es kam zu einem Grundsatzbeschluss, damit eine Planung in Auftrag gegeben werden konnte. Diese Planung wurde mit Eltern und dem DRK abgestimmt. Die Zwischenschritte für ein Gutachten zur Sanierung, die Möglichkeit eines Neubaus am bisherigen Standort und auch der Alternativstandort Pommernstraße wurden durch die Verwaltung nicht nach außen kommuniziert. Daher kritisieren die Eltern zu Recht, dass ihnen die bisherigen Entscheidungsschritte unbekannt waren und sie sich mit der neuen Situation erst kurzfristig beschäftigen konnten“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende klar. Unverständlich ist für die Christdemokraten, dass offenbar die anfängliche Dringlichkeit nicht mehr bestehe. Denn wie von der Verwaltung in der Ratsversammlung angedeutet, soll noch einmal „alles durchdacht“ werden. Nach Ansicht der Christdemokraten lege die Verwaltung wohl keinen allzu großen Wert auf den pädagogischen Nutzen des Kindergartenstandortes, sonst wäre wohl nicht der Standort Pommernstraße oder die Suche nach einem weiteren Standort ins Spiel gebracht worden.

CDU-Fraktionsmitglied Christoph Zinger erinnert daran, dass der DRK-Kindergarten erst vor wenigen Jahren eine neue Heizung für 80000 Euro erhalten hat und fragt: „Wenn das Gebäude so hinfällig gewesen ist, warum wurde dann noch so hoch investiert. Und wie konnte das DRK das nur 40 Jahre alte Gebäude dermaßen runterwirtschaften?“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert