Vereinsgemeinschaft : Zerfall in letzter Minute abgewendet

3611723_800x650_50abd1ae5659b.jpg

Der Rettungsplan war hinter den Kulissen mühevoll eingefädelt worden und sichert der Anfang der 1970er Jahre gegründeten Vereinsgemeinschaft Haseldorfer Marsch das Überleben: Mit Harald Jürgs, Gaby Koopmann und Hendrik Schlittke hat der Zusammenschluss von Vereinen und Verbänden ein neues Führungstrio.

Avatar_shz von
20. November 2012, 19:50 Uhr

Es folgt André Grote, Mike Millahn und Sven Szaguhn, die im Vorfeld der Versammlung angekündigt hatten, aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidieren zu wollen. Lange war unklar, ob jemand bereit sein würde, den Vorsitz zu übernehmen.

Dass die Rettung nun gelang, ist unter anderem zwei Quereinsteigern zu verdanken: Harald Jürgs ist zwar Mitglied in zahlreichen Vereinen, aber wegen seiner aufwändigen kommunalpolitischen Tätigkeit (er sitzt für die Freie Wählergemeinschaft Haselau in der Gemeindevertretung) bislang nicht in Erscheinung getreten.

„Ich reiße mich nicht um den Job, aber ich finde es schaden, wenn so eine traditionsreiche Gemeinschaft zerfällt“, sagte er nach seiner einstimmigen Wahl. Das war auch für Gaby Koopmann Grund genug, einer Kandidatur zuzustimmen. Sie war bereits einmal Repräsentantin eines Vereins in der Gemeinschaft, hatte sich dann allerdings eine Auszeit gegönnt. Nun steigt sie wieder ein und bekam von den Mitgliedern mit einem einstimmigen Votum ordentlich Rückenwind.

Dritter im Bunde ist Hendrik Schlittke, Haseldorfer Feuerwehrmann. Er saß bislang als Beisitzer im Vorstand und rückte nun auf. Den von ihm geräumten Stuhl besetzt in den nächsten zwei Jahren Uwe Plüschau. Beide wurden ebenfalls einstimmig gewählt. André Grote, als einziger der drei abgelösten Vorsitzenden anwesend, schied mit dem Versprechen, dem Zusammenschluss in jedem Fall erhalten zu bleiben. Wann immer er es einrichten könne, werde er sich engagieren, dann allerdings ohne offizielles Amt, verkündete er.

Der neue Vorstand hörte es gern, denn die mangelnde Bereitschaft, sich persönlich einzubringen, war in den vergangenen Jahren immer wieder moniert worden. Dabei sind die Aufgaben groß. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist keineswegs allein die Abstimmung der einzelnen Termine. Vielmehr stellen die Gemeinschaftsprojekte Dorfabend, Kindernachmittag und Seniorennachmittag jedes Jahr wieder eine große Herausforderung dar, die ohne zahlreiche Helfer nicht zu bewältigen ist.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert