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Heidgrabener Liedertafel : Zelterplakette für die Chorarbeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jeden Donnerstag ab 20 Uhr gehört der Saal des Gemeindezentrums den Aktiven der Heidgrabener Liedertafel, denn dann ist Probenabend. Wenn alle Aktiven da sind, sagen sich 50 Männer und Frauen gegenseitig „Hallo“, schwatzen ein bisschen über Neuigkeiten, werden aber dann ganz schnell konzentriert.

Denn meist ist das Probenpensum umfangreich und anspruchsvoll. Chorleiterin Regine Winkler-Kopper ist zwar nicht streng, aber doch fordernd. Denn die vielen unterschiedlichen Auftritte und das umfangreiche Repertoire von Volksliedern bis hin zu Gospelmelodien verlangen den Laien-Sängerinnen und -Sängern gut geschulte Stimmen und Ausdrucksstärke, richtige Atemtechnik und natürlich Textsicherheit ab. Bis 1980 war die Heidgrabener Liedertafel (gegründet 1906) ein reiner Männergesangverein, der lediglich Ständchen zu verschiedenen Gelegenheiten sang. Da die Mitgliederzahl sankt und der damalige Chorleiter Günter Koch den Chor für nicht mehr singfähig erklärte, wurde die Idee geboren, aus der Liedertafel einen gemischten Chor werden zu lassen. Engagierte Sängerinnen ließen nicht lange auf sich warten, aber es dauerte eine Zeit, bis sie akzeptiert wurden. Und es dauerte noch eine längere Zeit, bis sie auch im Verein wählen und in Ämter gewählt werden durften.

Das ist aber nun wirklich schon lange her, denn seit neun Jahren bilden zwei Frauen – Marion Sörensen und Helga Dürkob – sogar die Vereinsspitze. Die Liedertafel als gemischter Chor ist in der Gemeinde ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft und mit seinen Auftritten und Konzerten auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Auch die Teilnahme an der Kreiskulturwoche ist zu einem festen Bestandteil der öffentlichen Auftritte geworden.

2007 wurde ein Kinderchor „Liedertäfelchen“ ins Leben gerufen. Leider musste er aufgrund mangelnden Interesses nun aufgelöst werden. Bestand seit vielen Jahren haben allerdings die Chorpatenschaften und zwar zur Chorgemeinschaft Walsrode, zum Männergesangsverein „Eintracht“ Hetlingen und zu den E-Singern aus Tornesch. Diese beiden Chöre werden auch mit dabei sein, wenn der Heidgrabener Liedertafel am Sonnabend, dem 12. Mai, in Anerkennung der langjährigen Chorarbeit die Zelterplakette verliehen wird. Die Auszeichnung, die vom Bundespräsidenten an Chöre verliehen wird, die mindestens 100 Jahre bestehen, wird durch die Präsidentin des Sängerbundes Schleswig-Holstein Heide Simonis um 14 Uhr im Ratssaal des Pinneberger Rathauses überreicht. Die Laudatio wird die Beauftragte für Kultur des Landes Schleswig-Holstein Caroline Schwarz halten. Die E-Singer und die Hetlinger „Eintracht“ werden für die Heidgrabener Liedertafel ein Ständchen singen. Und natürlich wird sich die Liedertafel mit Gesang bedanken.

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erstellt am 07.Mai.2012 | 21:06 Uhr

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