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Uetersener Nachrichten

24. September 2017 | 19:39 Uhr

Regio Kliniken : Zehn Millionen Euro Miese

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schwierige Zeiten für die Regio Kliniken! Der Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr, den die Unternehmensführung gestern vorstellte, weist ein Defizit von knapp zehn Millionen Euro aus. Damit hat sich der Verlust gegenüber 2012 verzehnfacht. Für die Kliniken mit den Standorten Wedel, Elmshorn und Pinneberg ist es das größte Minus seit Übernahme durch den Sana-Konzern 2010.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 20:13 Uhr

„Die positive Nachricht ist, dass sich immer mehr Menschen für die Regio Kliniken entscheiden“, sagte Geschäftsführerin Angela Bartels. Allerdings sei nicht jede erbrachte Leistung auch abrechenbar. Hier verzeichnet das Unternehmen für 2013 einen Rückgang um vier Prozent oder 3,1 Millionen Euro. „Die Kosten-Erlös-Schere geht immer weiter auseinander.“

An welchen Standorten das größte Defizit erwirtschaftet wurde, mochte Angela Bartels nicht sagen. Es handele sich um ein Unternehmen, in dem nicht getrennt abgerechnet werde, sagte sie. Insider verweisen als Antwort allerdings auf die Wedeler Klinik. Die Gründe für den Verlust liegen nach Angaben der Klinik-Geschäftsführung neben der Erlössituation in Altlasten wie Darlehen und Sondereffekten.

30 Stellen wurden in Folge der angespannten Finanzlage im vergangenen Jahr abgebaut, betroffen sind nach offiziellen Angaben alle Branchen. In diesem Jahr allerdings soll vor allem im Bereich der Pflege das Personal aufgestockt werden, um eines der vorrangigen Unternehmensziele zu erreichen: mehr Profit durch Qualitätssteigerungen und Konzentration auf die aussichtsreichsten medizinischen Felder Alter, Kopf und Herz. Im kommenden Jahr will die Geschäftsführerin dann eine bessere Bilanz präsentieren, in zwei Jahren möglicherweise schon schwarze Zahlen schreiben. Richten wird es nun auch Philipp Schlösser müssen, seit Januar ebenfalls Geschäftsführer und zuständig für die Finanzen. Er setzt auf den positiven Effekt eines gestärkten medizinischen Profils. Die im Aufbau befindliche Pneumologie (Lungenheilkunde) und das bereits geschaffene Zentrum für Altersmedizin in Wedel sind nur zwei von mehreren Schritten.

Genau aber an dem Umzug der Geriatrie von Elmshorn nach Wedel scheiden sich intern die Geister. Kritiker sehen darin eine Schwächung des Elmshorner Standorts. Stimme nicht, sagte Angela Bartels gestern. Es handle sich um notwendige strukturelle Veränderungen, um die medizinische Qualität zu optimieren. Dazu gehöre auch der Bau eines Traumazentrums, für den jetzt die Voraussetzungen geschaffen würden.

Acht Millionen Euro will das Unternehmen in diesem Jahr aufwänden, um die Standorte zu modernisieren und zu erweitern.

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