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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 21:52 Uhr

Gegen Rassismus : Zehn Bürgermeister, ein Ziel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus in Zeiten steigender Flüchtlingszahlen: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) bittet in den kommenden Wochen alle hauptamtlichen Bürgermeister im Kreis Pinneberg, sich an der Aktion „Für Vielfalt – gegen Rassismus“ zu beteiligen.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2015 | 21:26 Uhr

Den Anfang machten Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje und sein Quickborner Kollege Thomas Köppl in der vergangenen Woche sowie Wedels Bürgermeister Niels Schmidt gestern. „Elmshorn ist bekannt für seine Offenheit und Toleranz. Damit das so bleibt, unterstütze ich diese Kampagne sehr gerne“, sagte Volker Hatje.

Auch sein Amtskollege Schmidt sieht in seiner Stadt keine Zunahme latenter Fremdenfeindlichkeit, wohl aber wachsende Ängste vor der Herausforderung. „Die Menschen haben Fragen, und die müssen beantwortet werden. Daran führt kein Weg vorbei“, sagte er. Ängste seien der Nährboden für Rassismus, und deshalb seien klare Positionen wichtig, zu denen auch die AWO-Aktion gehöre.

Unterdessen warb der Leiter des Elmshorner Sozialkaufhauses, Frank Pieles, für einen vorurteilsfreien Umgang mit Zuwanderern ohne Berührungsängste. „Bei uns arbeiten zahlreiche Nationalitäten Hand in Hand, und auch die Kunden stammen aus verschiedenen Ländern und von unterschiedlichen Erdteilen. Wir verständigen uns oft nur mit Händen und Füßen, aber das Miteinander ist sehr entspannt“, sagte er. AWO-Projektleiter Wolfram Gambke setzt vor allem auf die Signalwirkung der Aktion, in deren Rahmen die Bürgermeister gemeinsam mit Vertretern der AWO alle Dienstfahrzeuge der gemeinnützigen GmbH für Bildung und Arbeit mit einem Aufkleber versehen. Viele kleine Zeichen seien ein großes, sagte er und verwies darauf, dass die Initiative nicht allein für die Flüchtlinge aus aktuellen Krisenregionen, sondern auch für die Zuwanderer konzipiert worden sei, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben.

Morgen treffen sich AWO-Vertreter mit Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg und am 4. September schließlich mit den Bürgermeisterinnen von Barmstedt, Uetersen, Schenefeld, Halstenbek und Rellingen sowie mit dem Tornescher Bürgermeister.

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