Sucht : Zahl der Komasäufer steigt

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Gesundheitsexperten schlagen Alarm: Im Kreis Pinneberg haben offenbar wieder mehr Jugendliche ein Alkoholproblem. Die Zahl der Komasäufer stieg nach aktuellen Informationen der DAK im vergangenen Jahr entgegen dem Landestrend deutlich an. Allen Aufklärungskampagnen zum Trotz bleibt die Kombination aus Party und Alkohol für viele Minderjährige eine verheerende. 75 Kinder und Jugendliche mussten wegen einer Alkoholvergiftung im vergangenen Jahr in Kreis Pinneberger Kliniken behandelt werden. 2013 war ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr noch um 14 auf 66 gefallen. „Wir verzeichnen jetzt eine erneute Zunahme um 13,6 Prozent. Damit bleibt das Rauschtrinken bei Schülern im Kreis Pinneberg ein Problem“, sagte DAK-Sprecher Thomas Ehlert.

shz.de von
30. November 2015, 21:09 Uhr

Anlass zur Sorge bereitet den Experten vor allem der Alkoholmissbrauch in der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen. Betroffen waren hier zwölf Mädchen und Jungen. Dieser Trend entspricht der Entwicklung auf Landesebene. Dagegen ist die Zahl der Komasäufer insgesamt in Schleswig-Holstein im zweiten Jahr in Folge rückläufig.

Warum ausgerechnet der Kreis Pinneberg durch einen gegenläufigen Trend auffällt, erschließt sich auch Thomas Ehlert nicht. „Offenbar gehört der Alkohol in der Region für viele Jugendliche besonders zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagte er. Die Alkoholprävention bleibe dementsprechend unverzichtbar, „damit sich die insgesamt positive Entwicklung auf Landes- und Bundesebene auch auf unsere Region überträgt“, sagte Thomas Ehlert.

Als Komasaufen wird ein exzessiver Alkoholkonsum bezeichnet, sogenanntes Wett- oder Kampftrinken. Erklärtes Ziel der zumeist jugendlichen Konsumenten ist es, betrunken zu werden.

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