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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 08:41 Uhr

DAK-Gesundheitsreport : Zahl der Infekte steigt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Menschen im Kreis Pinneberg leiden offenbar immer häufiger unter Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK hervor, der am Donnerstag vorgestellt wurde.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 18:07 Uhr

Demnach ist der Krankenstand gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 0,1 Prozent gestiegen, die Zahl der Atemwegserkrankungen stieg im gleichen Zeitraum allerdings um 25 Prozent. „Die Erkältungswelle verbreitete sich in der Region etwas stärker als im Landesdurchschnitt“, so der Pinneberger DAK-Sprecher Thomas Ehlert „Mit 3,7 Prozent hatte die Region jedoch einen niedrigeren Krankenstand als der Landesdurchschnitt von 3,9 Prozent“, so Ehlert weiter. Der höchste Krankenstand in Schleswig-Holstein wurde in den Kreisen Plön und Ostholstein verzeichnet (4,4 Prozent), der niedrigste im Kreis Stormarn (3,6 Prozent). Unverändert auf hohem Niveau liegt die Zahl der psychischen Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen, im Ranking auf Platz 3 hinter den Beeinträchtigungen des Muskelapparates und der Atemwege. 13 Prozent häufiger als noch 2013 führte diese Diagnose zur Krankschreibung eines Arbeitnehmers. Ehlert mahnte effektive Präventionsangebote in den Unternehmen, „um die Beanspruchung der Mitarbeiter ausgleichen zu können“.

Weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Erwerbstätige Eltern leiden nicht signifikant mehr unter chronischem Stress als Berufstätige ohne Kinder. Allerdings, so Ehlert, bleibe vor allem Müttern wegen der Mehrfachbelastung kaum Zeit, in die eigene Gesundheit zu investieren. Sie schliefen weniger und trieben seltener Sport. Das könne den Gesundheitszustand langfristig erheblich beeinträchtigen. Hier sieht er vor allem die Arbeitgeber gefragt, die in Sachen Familienfreundlichkeit noch Nachholbedarf hätten.

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