Dialog : Zahl der Haushalte wächst

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Landrat Oliver Stolz hatte eingeladen. Und gemeinsam mit hauptamtlichen Bürgermeistern, Verwaltungsfachleuten sowie zahlreichen Entscheidern der im Kreis tätigen Wohnungsbauunternehmen, die ins Kreishaus nach Elmshorn gekommen waren, wollte man in einen gemeinsamen wohnwirtschaftlichen Dialog treten.

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28. April 2014, 20:59 Uhr

Anlass der Veranstaltung war unter anderem die bereits vor einigen Wochen vorgestellten Ergebnisse der kleinräumigen Bevölkerungs- und Haushaltsprognose (Die UeNa berichteten).

Vorgestellt wurde auch ein Mietgutachten, das vom „GEWOS“-Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH erstellt wurde. Das Mietgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Mieten im Landesdurchschnitt eher mäßig steigen und die Wohnungsmärkte ausgeglichen sind. Hervorzuheben seien dabei allerdings die regionalen Unterschiede. Während weite Landesteile, einschließlich der Mittelzentren und deren Umland stagnierende und teilweise sinkende Mieten auf niedrigem Niveau (5 Euro) aufweisen, sind die Oberzentren im Nordwesten Schleswig-Holsteins wie Lübeck und Kiel von steigenden Mieten auf noch moderatem Niveau geprägt (6,30 Euro bis 6,50 Euro). Die Städte im Hamburger Rand liegen aber generell auf einem deutlich höheren Mietenniveau und weisen auch deutlich höhere Zuwächse auf.

Die Bevölkerungsprognose schätzt die Entwicklung der Einwohnerzahl im Kreis Pinneberg als leicht steigend ein, sodass diese Zahl bis zum Jahre 2030 von knapp 300000 auf gut 303000 steigen wird. Zugewinne wird es in den Städten geben, die auf der Achse Altona-Pinneberg-Elmshorn liegen. Eine Stagnation wird in eher ländlichen Räumen (Marsch, Rantzau, Hörnerkirchen) stattfinden. Stärker als die Einwohnerzahl wird allerdings die Anzahl der Haushalte steigen, was auf eine deutliche Steigerung der Anzahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte zurückzuführen ist. Aufgrund der steigenden Zahl an Haushalten im Kreisgebiet ist daher auch von einer entsprechenden zusätzlichen Nachfrage nach Wohnraum im Kreisgebiet auszugehen.

Einigkeit herrschte darüber, dass angesichts des drohenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum, Kommunen, Kreis und Wohnungsbaugesellschaften eng abgestimmt handeln müssen.

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