zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 08:27 Uhr

Treffen : Zahl der Einbrüche steigt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Pinneberg im vergangenen Jahr deutlich angestiegen ist. „Landesweit sind die Einbruchsdelikte um 15 Prozent gestiegen, und der Trend im Kreis ist eher noch negativer“, sagte er gestern während seines Antrittsbesuchs bei Pinnebergs neuer Kripochefin Sarah Lampe. Schröder nannte diese Entwicklung besorgniserregend und alarmierend.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 20:36 Uhr

Ob der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium mit seiner Einschätzung richtig liegt, wird sich voraussichtlich im März zeigen, dann nämlich, wenn die Kriminalstatistik für das abgelaufene Jahr offiziell vorgestellt wird.

Im Gespräch mit Journalisten kritisierte der Unionspolitiker allerdings jetzt schon die offenbar sinkende Aufklärungsquote. Sie habe landesweit in den vergangenen Jahren immer bei zwölf Prozent gelegen, sei 2015 allerdings auf unter zehn Prozent gefallen. „Damit ist Schleswig-Holstein Schlusslicht in Deutschland“, sagte Schröder.

Während er die Landesregierung aufforderte, das Personal bei der Polizei „massiv“ aufzustocken und „Frau Lampe nicht im Regen stehen zu lassen“, setzt die Kripochefin bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität weiter auf eine enge Kooperation mit Hamburg, den Ausbau der Abteilung für Spurensicherung, die inzwischen verstärkt eingesetzten zivilen Beamten und die noch im Aufbau befindliche Ermittlungsgruppe mit dem Schwerpunkt Bandenkriminalität.

„Wir müssen die Strukturen der Banden kennenlernen, um wirksam gegen sie vorgehen zu können“, sagte sie. Das Sachgebiet, zu dem auch die Wohnungseinbrüche gehören, ist das größte der Pinneberger Kriminalpolizei. 13 Beamte arbeiten hier an der Aufklärung von Diebstahl und Raub.

Zur Person

Sie ist die erste Frau auf dem Chefsessel der Pinneberger Kriminalpolizei und Nachfolgerin von Ingo Minnerop, der im vergangenen Jahr von Pinneberg an die Spitze der Kriminalinspektion Bad Segeberg wechselte: Sarah Lampe hat sich viel vorgenommen, vor allem auch, den Kreis Pinneberg gut kennenzulernen. Denn der ist für die gebürtige Westfälin immer noch Neuland. Auch deshalb wohnt die Kripochefin jetzt zumindest während der Woche schon mal im Kreis. Am Wochenende allerdings zieht es sie nach Eutin, ihrer inzwischen langjährigen Wahlheimat. Die 34-Jährige hat bislang eine Bilderbuchkarriere hinter sich. Nach dem Abitur entschied sie sich für eine Laufbahn bei der Polizei und kam nach Schleswig-Holstein, studierte in Altenholz, um fit zu werden für den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Nächste Station war das Landeskriminalamt in Kiel, wo Drogendelikte, Einbrüche und Betrug ebenso zu ihrem Spezialgebiet gehörten wie islamistisch motivierte Straftaten. Acht Jahre lang versah sie in der Landeshauptstadt ihren Dienst, bevor sie sich weiter qualifizierte, dieses Mal für den höheren Polizeivollzugsdienst. Kaum hatte sie diese Fortbildung beendet, kam das Angebot, nach Pinneberg zu wechseln. Sarah Lampes Dienststelle ist eine der größten ihrer Art in Schleswig-Holstein. Sie ist Chefin von 53 Mitarbeitern, darunter 33 Beamte und 20 Angestellte. cel

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert