Tourismus : Yachthäfen müssen aufrüsten

Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Sportbootbesitzer im Kreis Pinneberg in den kommenden 20 Jahren deutlich zurückgehen wird. Als Hauptgrund für diese Entwicklung gilt das im Durchschnitt hohe Alter derjenigen, die sich ein Boot mit Liegeplatz leisten.

shz.de von
20. Januar 2015, 21:24 Uhr

Im Rahmen einer Wassersportinitiative der Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe soll es deshalb auch darum gehen, die Sportboothäfen für die Folgen des demografischen Wandels zu rüsten und gleichzeitig den Wassertourismus für junge Menschen und Familien gezielt anzukurbeln.

Barrierefreie und auch für Menschen ohne Boot attraktive Häfen sollen helfen, den Negativ-Trend zu stoppen. Weil der Sportboottourismus keine verlässlich wachsende Säule mehr ist, müssen Hafenbetreiber umdenken. Es wird verstärkt um die Seh-Leute gehen, Menschen also, die sich in ihrer Freizeit nicht auf dem, aber am Wasser aufhalten. Voraussetzung für eine erfolgreiche touristische Öffnung ist eine funktionierende Infrastruktur, ebenfalls ein großes Problem vor allem in den kleineren Häfen. Experten schreiben ihnen deshalb auch die Umgestaltung von Kai- und Freiflächen auf die „To Do“-Liste.

Für erste Maßnahmen zur Aufwertung und Umgestaltung der Häfen hat die Metropolregion Hamburg jetzt 60000 Euro zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns über die Zusage der Mittel, die dazu dienen sollen, die wassertouristischen Angebote in der Region auszubauen“, sagte Matthias Bunzel, Geschäftsstellenleiter der Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe.

Vorrangig werde es in naher Zukunft darum gehen, das immer beliebtere „Stand-up-Paddling“ auszubauen, günstige Kanu- und Hausboottouren für Familien anzubieten und den landseitigen Tourismus mit den Häfen zu verknüpfen. Chancen auf eine finanzielle Förderung haben dabei auch lokale Initiativen.

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