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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 02:14 Uhr

Uetersen : „Xavier“ setzt der VHS-Gruppe zu

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Besuch der Ballinstadt endet unplanmäßig. In Altona gestrandet.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 12:30 Uhr

Uetersen | Zum Abschluss der Interkulturellen Woche in Uetersen wurde die Ballinstadt besucht. Kooperationspartner dabei war die Volkshochschule Tornesch-Uetersen, Reiseleiterin Rosemarie Weber. Weber zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung begeistert von der neuen Ausstellung, die seit 2007 im Hamburger Auswanderermuseum zu sehen ist. Nicht nur die Zahlen von damals wurden der etwa 20-köpfigen Gruppe nahe gebracht, sondern auch aktuelle Zahlen heutiger Fluchtbewegungen weltweit. Die gegenwärtige Weltlage macht betroffen: Derzeit sind knapp 66 Millionen Menschen auf der Flucht. Ursachen sind nach Angaben der UNO Krieg, Gewalt und Vertreibung. Unter den knapp 66 Millionen Menschen auf der Flucht bilden 40,3 Millionen Menschen, die innerhalb des Heimatlandes geflohen sind, die größte Gruppe. Es folgen 22,5 Millionen Flüchtlinge und 2,8 Millionen Asylbewerber.

Um die Themen Migration ging es auch während einer sich an den Museumsbesuch anschließenden Führung mit einer Referentin der Organisation „Grenzgänger“, die jedoch aufgrund des Sturms „Xavier“ abgekürzt werden musste. Busse und Bahnen fuhren aufgrund umgewehter Bäume nur noch eingeschränkt. „Bis Altona sind wir gerade noch gekommen. Doch dort war erst einmal Endstation. Züge in Richtung Tornesch fuhren um 16 Uhr nicht mehr“, erzählt Weber, die zum Glück wusste, dass das Altonaer Museumscafé gerade wieder eröffnet hatte. „Dort haben wir uns zwei Stunden aufgehalten, bis es gegen 18 Uhr weiterging.“

Die Ausflügler kamen bis nach Pinneberg. Auf dem Bahnhof der Kreisstadt erhielt die Gruppe die Information, dass es nun per Zug nicht mehr weitergehe. Also wurde der Bus nach Uetersen gewählt. Die Autos waren allerdings am Morgen am Bahnhof Tornesch abgestellt worden. Zurück nach Tornesch ging es dann mit dem Zweitwagen der Familie oder mit den Autos von Freunden. Alles in allem verlängerte sich die Tour dadurch um vier Stunden. Das Thema „gestrandet“ sei, sagte Weber, dadurch ein wenig Wirklichkeit geworden.

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