Volkshochschule in Tornesch : Wunsch: Mehr Geld und mehr Platz für die Weiterbildung

Die SPD-Politiker Ernst Dieter Rossmann (Bundestagsmitglied, von rechts), Ingo Struve aus Uetersen und Manfred Mörker aus Tornesch haben sich mit VHS-Leiterin Inga Pleines ausgetauscht.
Die SPD-Politiker Ernst Dieter Rossmann (Bundestagsmitglied, von rechts), Ingo Struve aus Uetersen und Manfred Mörker aus Tornesch haben sich mit VHS-Leiterin Inga Pleines ausgetauscht.

VHS-Leiterin Inga Pleines möchte eine bessere Bezahlung für Dozenten und weitere Räumlichkeiten.

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06. September 2018, 16:05 Uhr

Tornesch | Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann hat während eines Besuchs an der Volkshochschule (VHS) in Tornesch die Arbeit der Bildungseinrichtung gelobt und mehr Unterstützung für die Volkshochschulen in Deutschland gefordert. VHS-Leiterin Inga Pleines betonte, dass für Dozenten höhere Gehälter gezahlt werden müssten. Nur so könne die Bildungseinrichtung im Wettbewerb mit anderen Angeboten bestehen.

Rossmann bezeichnete die Volkshochschule Tornesch-Uetersen als „hochinnovative Einrichtung“, die ein umfangreiches Angebot in einem modernen und vielfältigen Bildungshaus anbiete. Das gelte auch für die übrigen Volkshochschulen im Kreis Pinneberg, betonte der SPD-Politiker. Damit dies so bleibe, bedürfe es jedoch Anstrengungen ähnlich denen, die in den kommenden Jahren für die Ausstattung der Schulen betrieben werden. Fünf Milliarden Euro stellt der Bund laut Rossmann bis 2023 für die digitale Ausstattung der Schulen zur Verfügung. „Auch die Häuser der Weiterbildung müssen an die Spitze der Modernisierung“, sagte der 67-Jährige, der auch Vorsitzender des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV) ist. Rossmann wünscht sich dafür einen nationalen Pakt für Weiterbildung.

Pleines ging unter anderem auf Gehaltsunterschiede bei den VHS-Dozenten ein. So würden etwa in Integrations- und Deutschkursen dank der Unterstützung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge deutlich höhere Stundensätze als in anderen Bereichen gezahlt werden. Nicht nur vor dem Hintergrund dieser Ungleichbehandlung sondern auch aufgrund der Tatsache, dass es immer mehr selbstständige Kursleiter geben werde, benötige die VHS eine höhere Bezahlung, so Pleines. Sie betonte: „Die Finanzierung muss stimmen, sonst bekommen wir die Leute nicht.“

Die VHS-Leiterin erläuterte, dass aktuell einer der wichtigsten Bildungsaufträge sei, die Menschen für den digitalen Lernprozess zu befähigen. Dazu müsse der Umgang mit Geräten und eine neue Denkweise vermittelt werden. Jeder solle die Möglichkeit der Teilhabe erhalten, auch der 80-Jährige, der mit Online-Banking anfangen möchte, so Pleines.

Der Tornescher SPD-Ratsherr Manfred Mörker, der ebenso wie der Uetersener SPD-Politiker Ingo Struve an dem Treffen teilnahm, fragte nach den Räumlichkeiten an der VHS. Diese seien begrenzt, betonte Pleines. „Wir nennen es Raum-Tetris.“ Sprich: Kurse würden entsprechend der freien Räume ausgerichtet. „Wir könnten die Zeiten attraktiver gestalten, wenn wir mehr Platz zur Verfügung hätten“, so Pleines. Ihr Wunsch ist, den Raum der Spielhalle, die sich im Tornescher VHS-Gebäude befindet, nutzen zu können. Dem stimmten die übrigen Anwesenden zu. Dann wäre das Gebäude ein „wunderbares Haus der Bildung“, waren sich Pleines und die SPD-Politiker einig.

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