Politik : Wünsche in Höhe von 1,9 Millionen €

Die Uetersener Schulen sind recht gut in Schuss. Insbesondere ist das dem Umstand zu verdanken, dass die Exekutive vor Ort, das sind Verwaltung und Selbstverwaltung (Politik), ein sorgfältiges Gebäudemanagement betreibt, die Probleme also stets im Auge hat und nach Möglichkeit kurzfristig abstellt.

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04. November 2013, 21:27 Uhr

Die Schulen und auch die Kindergärten liegen allen am Herzen, fraktionsübergreifend. Zum einen möchte man den inoffiziellen Status als Bildungsstandort gerne behalten, zum anderen sind sich alle bewusst, dass eine Wissensgesellschaft ein Fundament benötigt. Eben Kindergärten und Schulen.

Einmal im Jahr melden die Schulen ihre Bedürfnisse an. Dieser Bitte nach Investition und baulicher Unterhaltung folgt die Begehung des Bildungsausschusses. Politik und Verwaltung nehmen sich Zeit, um mit den einzelnen Schulleitern ins Gespräch über die angemeldeten Bedürfnisse zu kommen. Inwieweit die Wünsche umgesetzt werden können, wird im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden. Diesmal haben die Friedrich-Ebert-Schule, die Birkenalleeschule, die Rosenstadtschule, die Geschwister-Scholl-Schule und das Ludwig-Meyn-Gymnasium Wünsche in Höhe von 1,877 Millionen Euro angemeldet. Die Investitionskosten betragen dabei alleine 965150 Euro. Eine „Stange Geld“, die im Haushaltsentwurfsplan der Stadt so nicht widergespiegelt wird. Vielmehr steht dort bislang eine Summe in Höhe von 184600 Euro. Die Politiker werden sich also um artikulierte Bedürfnisse in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro kümmern, beziehungsweise die Wünsche verwerfen müssen.

Keine leichte Aufgabe, aber vor dem Hintergrund der finanziellen Lage der Stadt wohl zwingend notwendig. Auch das Konsolidierungsabkommen mit dem Land zwingt Verwaltung und Politik grundsätzlich zur Sparsamkeit. Die jüngste Begehung des Fachausschusses, erfolgt am Sonnabend (wir berichteten bereits), sei dennoch von großer Harmonie geprägt gewesen. Das berichtet Franziska Hammer, die Ausschussvorsitzende. Die Sozialdemokratin hatte sich über das große Interesse gefreut. Nicht nur der Bildungsausschuss nebst Rathausmitarbeitern sei vertreten gewesen, sondern auch andere Politik-Gremien und interessierte Bürger.

In der Rosenstadtschule gab es die obligatorische Kürbissuppe, die an diesem recht trüben Tag einen wahren Kontrapunkt darstellte. Über die Wünsche entscheiden wird abschließend die Ratsversammlung im Dezember.

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