zur Navigation springen

Zusammenkunft : „Wollen uns schwitzen sehen“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Kreis-Pinneberger Sozialdemokraten lassen sich von eher düstereren Prognosen für die Bundestagswahl nicht beirren und bekennen zur Endphase noch einmal begeistert Farbe.

Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann und Wiederbewerber um dieses Amt, die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust, der sozialdemokratische Wirtschaftsminister Reinhard Meyer aus Kiel und der zuständige Kreisvorsitzende Thomas Hölck setzten auf größtmöglichen persönlichen Einsatz. So sprach sich Ernst-Dieter Rossmann im Gegensatz zur Vorhersage aller Demoskopen - „Die Deutschen wollen keine Hausbesuche“ - durchaus dafür aus. „Mir sind die Besuchten immer freundlich entgegen gekommen, keiner hat die Tür zugeschlagen, die meisten waren sehr interessiert.“ Das Klientel der SPD sei allerdings da Zuhause, wo es drei bis vier Geschosse gibt, das erfordere natürlich Fitness, Selbstbewusstsein und Courage. „Aber,“ so Rossmann, „die Wähler wollen uns schwitzen und nicht auf dem hohen Ross sitzen sehen.“ Und es gebe so hervorragende Themen, mit deren Argumenten die SPD gegen das einzige Argument der CDU – und das heiße Angela Merkel – punkten könne: Es gehe um soziale Gerechtigkeit, gerechte Löhne, das Ausbremsen der ständig steigenden Mieten, die Verbesserung der Qualität in Erziehung und Bildung, Verhinderung der Leiharbeit, ungleiche Löhne für Frauen und Männer, die Bekämpfung der Altersarmut, die Beseitigung der personellen und qualitativen Probleme in der Altenpflege und der Sicherung sowie der Perspektive der Arbeitsverträge für junge Menschen, die sich trotz qualifizierter Ausbildung oft durch Praktika und Zeitarbeitsverträge hangeln müssen.

Ulrike Rodust sprach nicht nur für die kommende Bundestagswahl, sondern bereitete schon den Weg für die nächste Wahl in das Europäische Parlament, wo sie in den letzten Jahren für spannende und gerade im nördlichsten Bundesland wichtige Themen gekämpft hat. Mit großem persönlichen Einsatz ist es ihr gelungen, für das Fischereirecht entscheidende Verbesserungen zu erreichen. Fischer in der Europäischen Union dürfen zukünftig nur so viel Fisch aus dem Meer holen wie auch nachwachsen, der sogenannte Beifang darf nicht mehr ungenutzt ins Meer zurückgegeben werden.

Die Vorsitzende der europäischen Sozialdemokraten setzt sich ausschließlich für Nachhaltigkeit ein, will die Einfuhr von genveränderten Lebens- und Futtermitteln nach Europa auch zukünftig verhindern.

Die Wahlen zur Delegiertenversammlung zur Landesdelegiertenkonferenz am 1. November 2013 gewannen ganz klar die favorisierten Frauen: Die ersten acht Plätze belegten Hildegard Bedarff, Elke Schreiber, Heike Baumann und Anne Christin Heinrich (beide Uetersen), Astrid Huemke, Beate Raudies (Elmshorn) und Siegrid Tenor-Alschausky.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Aug.2013 | 18:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert