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Gemeindevertretung : Wollen Sie schnelles Internet haben?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Schneckentempo müssen die Einwohner von Moorrege durch das Internet surfen. „Wenn hier abends ganz viele auf der Leitung sind, wird es sofort langsam“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Behnisch gestern gegenüber den Uetersener Nachrichten. Seine Partei ist sich einig: Moorrege braucht rasch eine bessere Internetanbindung. Nicht nur die Bürger seien unzufrieden, vor allem in Klevendeich und Bauland. Auch die Betriebe benötigten eine schnellere Datenverbindung.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 21:24 Uhr

Mit einer vierseitigen Umfrage will die Gemeinde nun prüfen, wie die Moorreger zu dem Thema stehen. Das Ergebnis soll Mitte Oktober vorliegen. Dann will die Gemeindevertretung im Zuge einer Sondersitzung über einen Beitritt zum Zweckverband Breitband Südholstein entscheiden. Dessen Mitglieder werden im Oktober befinden, welchen Internet-Konzern sie sich als Partner suchen und wo ausgebaut werden soll. „Wenn sich Moorrege hier nicht beteiligt, nabeln wir uns von der Zukunft ab“, so Behnisch.

Die SPD-Fraktion hätte den Beitritt gern schneller herbeigeführt und hatte deshalb zu der Sitzung einen entsprechenden Antrag gestellt. Doch die CDU trat auf die Bremse. Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) wies auf den Verbandsbeitrag in Höhe von 20000 Euro hin. „Mit den 20000 Euro haben Sie morgen kein Breitband“, sagte er. Der Verband müsse erst europaweit einen Partner suchen und erheben, wie viele Bürger sich überhaupt beteiligen wollen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Plettenberg erläuterte, dass das Breitband nur verlegt werde, wenn mindestens 60 Prozent der rund 1900 Moorreger Haushalte einen Vertrag abschließen wollen. Deshalb habe die Amtsverwaltung die Umfrage erarbeitet, so Weinberg.

Behnisch zeigte sich enttäuscht. Von der Umfrage hatte er erst einen Tag vor der Sitzung erfahren. Die Gemeindevertretung hatte sie nicht beschlossen. Zudem habe eine Anfrage des Verbands zum Beitritt Moorreges sieben Wochen lang beim Bürgermeister gelegen, ohne dass die Fraktionen davon wussten. Abgesehen davon reicht Behnisch zufolge eine Umfrage nicht aus. „Man muss den einen oder anderen überzeugen“, sagte er. Die Bürger müssten besser über das Thema informiert werden.

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