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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 18:50 Uhr

Informationsbesuch : Wohnen soll bezahlbar sein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Welche Themen brennen den Wedelern unter den Nägeln? Was wünschen sie sich für die Zukunft? Welche Hilfen können Bund und Land leisten? Einmal jährlich ist SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Ernst Dieter Rossmann zu Gast in der Rolandstadt, um sich vor Ort zu informieren. „Wir schätzen die Besuche und den fruchtbaren, ehrlichen Austausch sehr“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos).

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erstellt am 13.Feb.2015 | 21:18 Uhr

In diesem Jahr nahmen SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Hölck, die SPD-Ratsmitglieder Sophia Jacobs-Emeis und Lothar Barop sowie die Verwaltungsmitarbeiter Ralf Waßmann, Klaus Lieberknecht und Jörg Amelung an der Informationsrunde teil. Im Mittelpunkt standen die Themen Nordumgehung, Flüchtlingssituation und Mietentwicklung.

Die quer durch die Stadt laufende B431 zerstört Wedels historischen Stadtkern und ist häufig überlastet. Deshalb wünschen sich viele Wedeler eine „Nordumfahrung“. „Doch da kann ich keine übertriebenen Hoffnungen machen“, sagte Rossmann. In naher Zukunft hätten andere Maßnahmen in der Region Vorrang. Sowohl Rossmann als auch Hölck begrüßten, dass die anderen im Wedeler Rat vertretenen Fraktionen der Initiaitive der Sozialdemokraten, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, gefolgt sind. Wer Miet- oder auch Eigentumswohnungen ab einer Wohnfläche von 1500 Quadratmetern schafft, ist verpflichtet 30 Prozent mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung zu erstellen. Die Planungen, nordwestlich der B431 ein neues Baugebiet auszuweisen, laufen. „Wer in Wedel wohnen möchte, soll es sich leisten können. Wir wollen keine Gentrifizierung“, stellte Bürgermeister Schmidt klar. „Wir werden den Ratsbeschluss pragmatisch umsetzen“, ergäntze er. „Das ist eine politische Frage, die vorab geklärt werden muss“, machte Hölck seine Position klar.

„Kompliment an Wedel und sein bürgerliches Engagement“, sagte Rossmann zum Thema Flüchtlinge. Er konnte berichten, dass das Land Schleswig-Holstein das Betreuungsgeld von 255 auf 399 Euro pro Kopf angehoben hat und setzte sich dafür ein, Sprachkurse auch für diejenigen anzubieten und auszubauen, deren Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt ist. Zwei Bitten richtete Schmidt an Landespolitiker Hölck: Er wünscht sich eine Untersuchung, wie und ob Bürgerbeteiligungen hilfreich sind, um die Leute für Politik und politische Entscheidungen zu interessieren und er setzt sich dafür ein, dass Schulen mehr Planungssicherheit zugesprochen bekommen.

Ein Wiedersehen mit Dr. Rossmann gibt es bereits in der kommenden Woche: Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Wedel ist Rossmann am Mittwoch, dem 18. Februar, ab 19 Uhr zu Gast in den Räumen der Volkshochschule in der ABC-Straße 3. Unter dem Titel „SPD-Bericht aus Berlin: Arbeit-Bildung-Frieden“ wird er über seine Arbeit und die aktuellen Ergebnisse der Arbeit der Regierungskoalition sprechen.

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