Iinvestition an der Reeperbahn : Wohnen inmitten der Ortsgeschichte

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Selbstbestimmt leben, bis ins hohe Alter. Das ist der Wunsch von immer mehr Menschen. Entsprechend gibt es bereits etliche Angebote für besondere Wohnformen. Ein solcher Bau soll jetzt auch in der Rosenstadt entstehen. An der Reeperbahn. Das dafür notwendige Gelände hat Architekt Maik Timm von der Stadt erworben. Nach Vorlage des „Bielefelder Modells“ sollen am geschichtsträchtigen Standort eine Seniorenwohngemeinschaft (zwölf Parteien), drei Wohnbereiche und ein Betreuungscafé entstehen. Zuzüglich eines ambulanten Pflegedienstes, auf den die Bewohner jederzeit zurückgreifen können, vorbehaltlich, sie erwerben ein entsprechendes „Paket“.

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25. Juni 2014, 21:32 Uhr

Timm berichtete über sein Vorhaben während der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates, auf die wir bereits gestern hingewiesen haben. Der Uetersener Architekt erklärte den etwa 20 Anwesenden, dass er mit dem Baubeginn im späten Herbst dieses Jahres rechne. Auch erläuterte er dem Gremium und der Zuhörerschaft die einzelnen Bereiche der Residenz. Der Neubau der Wohnanlage „Wohn- und Lebens(t)raum am Bleekerstift umfasst im Erdgeschoss eine Seniorenwohngemeinschaft für insgesamt zwölf Parteien. Dieser Bereich besteht aus Privat- und Gemeinschaftsräumen. Warm und alles inklusive (außer Pflegedienst) kostet das Wohnen dort 1250 bis 1500 Euro. Diesem Mietmodell gegenüber steht der Erwerb von Eigentum im ersten Obergeschoss. Dort stehen neun barrierearme Wohnungen unterschiedlicher Größe zum Verkauf und zwar zum Preis von etwa 2700 Euro/Quadratmeter. Die Verkaufspreise bewegen sich somit zwischen 216000 Euro und 340000 Euro. Nach dieser Ansage durch den Architekten waren einige „Schluckbeschwerden“ unüberhörbar. Mit solchen Preisen habe er nicht gerechnet, so Befürworter Uwe Staack, der Vorsitzende des Seniorenbeirates. Aber auch andere hatten diesbezüglich Bauchschmerzen.

Maik Timm konterte mit der Feststellung, dass das marktübliche Preise wären, der Lage angepasst. Außerdem hätten die Bauunternehmer derzeit gut zu tun, sodass „gute“ Preise nicht zu erzielen seien.

Er wisse, dass es dafür einen entsprechenden Bedarf gebe. Erste Gespräche mit zukünftigen Investoren gebe es bereits.

Abgerundet wird das Konzept durch ein Betreuungscafé, das vom Pflegedienst betrieben werden solle. Namentlich steht dieser noch nicht fest.

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