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Uetersener Nachrichten

22. November 2017 | 10:32 Uhr

Wohneigentum bezahlbar machen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gedankenaustausch Christdemokraten informierten sich bei Siedlergemeinschaft über das Siedler-Modell für junge Familien

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 13:02 Uhr

Zum Kernthema im Wahlprogramm der CDU für die bevorstehende Bundestagswahl gehören die Förderung des Wohnungsbaus, der Erwerb von Grundeigentum und die Wohnraumförderung für junge Familien. Gemeinsam mit dem CDU-Bundestagskandidaten Dr. Michael von Abercron setzen sich die Tornescher Christdemokraten mit der Frage auseinander, wie die Politik vor Ort den Erwerb von Grundeigentum unterstützen kann.

Bei einem Gespräch mit dem Ehrenvorsitzenden der Siedlergemeinschaft Tornesch, Paul Kersten, der Kassenwartin im Siedlerbund Tornesch, Hertha Holstein, und dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Wohneigentum und Siedlerbund, Harry Pilatzek, sondierten der CDU-Bundestagskandidat von Abercron sowie der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Daniel Kölbl und der CDU-Ratsherr und Vorsitzende des Bauausschusses Henry Stümer Möglichkeiten, den Erwerb von selbstgenutztem Wohnraum in Tornesch für junge Familien mit geringerem Einkommen bezahlbar zu machen. „Es fehlen bundesweit zwei Millionen Wohnungen. Gerade in Ballungsräumen ist der Druck auf den Wohnungsmarkt enorm. Die Mietpreisbremse funktioniert nicht. Deshalb sehen wir als CDU es als dringend an, die Schaffung von Wohneigentum zu unterstützen, denn Wohneigentum gehört bei der Altersabsicherung zu einer tragenden Säule“, machte von Abercron deutlich.

Er und die Tornescher Christdemokraten stießen bei den Vertretern des Tornescher- und Kreissiedlerbundes auf offene Ohren. Unterstützt doch der Verband Wohneigentum mit seinen Kooperationsmöglichkeiten gerade Familien mit schmalem Geldbeutel beim Erwerb eines Grundstücks und dem Bau eines Hauses. Im 1935 gegründeten Siedlerbund Tornesch mit seinen sechs Siedlungen wird seit Jahrzehnten der Siedlergedanke Förderung und Unterstützung des Wohnens im Eigenheim gelebt. Vor 17 Jahren wurde die letzte Siedlung gebaut. Sie trägt den Namen Prinzendamm.


Beispielgebend ist die Siedlung Harmonie


Beispielgebend für das soziale Miteinander unter den Siedlern ist die Siedlung Harmonie am Pfahlweg. Sie besteht in diesem Jahr fünf Jahrzehnte und wurde unter dem langjährigen Vorsitzenden Paul Kersten in großer Gemeinschaftsarbeit der Siedler verwirklicht. Damals bauten die Siedler noch einen kleinen Stall für Hühner, Gänse oder Schweine an ihre Häuser und nutzten den Garten zur Selbstversorgung. Heute ist es vorwiegend die ältere Siedlergeneration, die noch im Garten Obst und Gemüse anbaut.

Der Ehrenvorsitzende Paul Kersten und seine Frau Margot fühlen sich seit 50 Jahren in ihrem Siedlerhaus und der Gemeinschaft der Siedler am Pfahlweg wohl. „Ich gebe meinen jungen Parteikollegen mit auf den Weg, sich schnell dafür einzusetzen, dass in Tornesch wieder Siedlerhäuser entstehen können“, so der 92-jährige Christdemokrat Kersten. Seine Parteifreunde versprachen, das Thema in die Fraktionsberatung zu nehmen. „Siedlerhäuser sind ein interessantes Modell. Wohnen im Hamburger Umland und auch in Tornesch, obwohl hier immer wieder neue Wohngebiete ausgewiesen wurden, wird immer teurer. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt. Wir wollen jungen Familien Antworten geben können. Sie sind die älteren Menschen von morgen und sehen in Wohneigentum ein Standbein ihrer Altersvorsorge“, fasste der Stadtverbandsvorsitzende Kölbl zusammen.

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