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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 16:26 Uhr

Initiative : Wo sich der Dorfnachwuchs trifft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wo früher die Lütten aus dem St. Gabrielkindergarten getobt haben, kann sich jetzt der etwas ältere Dorfnachwuchs treffen, spielen oder einfach nur abhängen. Im ersten Stock des Gemeindehauses ist ein Jugendtreff eingerichtet worden. Möglich machten die Neuerung zwei Haseldorfer Mütter, die sich ehrenamtlich engagieren. „Wir wussten vorher nicht, ob es angenommen wird“, so Gisela Speer und Beate Isenbügel, „aber es funktioniert.“

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2013 | 20:34 Uhr

Letztgenannte ist Mitglied des Kirchengemeinderates und gelernte Erzieherin. Sie arbeitete früher im Spielkreis von St. Gabriel und ist heute im neuen Kindergarten neben der Grundschule aktiv. Beate Isenbügel belegte einen Workshop „Was wünsche ich mir in der Gemeinde?“. Da war die Idee geboren.

Es gab einmal einen Jugendraum in einem Container auf dem alten Sportplatz, der von einem Elternverein betrieben und von den Gemeinden Haseldorf und Haselau unterstützt wurde. Doch das ist schon einige Zeit her und danach hatten die Jugendlichen nur die Buswartehäuschen, wenn sie sich ungestört treffen wollten. „Es fehlt hier einfach etwas für die Jugend“, so die Initiatorin.

Im Februar 2012 hatte Beate Isenbügel den Kursus besucht, und es war absehbar, dass es durch den Kita-Auszug Platz im Gemeindezentrum gibt. Von Pastor Dr. Helmut Nagel gab es Rückenwind, also machte sie sich auf die Suche nach einem Partner. Als sie Gisela Speer ansprach, war ziemlich schnell klar, „das passt“. Sie hatte sich schon in ihrer Zeit als Gemeindevertreterin besonders um das Thema „Familienfreundliches Haseldorf“ gekümmert.

Dann wurden Informationen gesammelt. Die gemeindlichen Jugendhäuser in Holm und Heist besuchten sie. Die Diakonin der St. Michaelgemeinde, Carmen Baldzun, wurde um Rat gefragt.

Im April öffnete dann der Jugendraum. Spielgeräte und Möbel waren dank einiger Spender vorhanden. Ferner können draußen die Spielgeräte genutzt werden.

Für Kinder ab dem zehnten Lebensjahr ist die Einrichtung gedacht. Die meisten sind allerdings 13 oder 14 Jahre alt, wie die Erfahrung inzwischen zeigt. Zwischen 18 und 25 Besucher gibt es pro Tag. Die meisten kommen aus Haseldorf, einige aus Haselau und Hetlingen. Auch Gäste aus Appen und Holm wurden schon begrüßt. „Natürlich können die Haseldorfer Kinder ihre Freunde mitbringen“, stellt Gisela Speer fest.

Primär ist die Einrichtung als Raum gedacht, in dem sich die Mädchen und Jungen treffen können. Manchmal werden von den beiden Betreuerinnen Angebote gemacht. Sehr gut kamen das Pfannkuchenbacken und die Spaghetti Bolognese an, die man gemeinsam herstellte. Auf Anregungen aus den Reihen der Besucher wollen sie eingehen.

Sollte der Dorfnachwuchs etwas auf dem jungen Herzen haben, finden sie bei Beate Isenbügel und Gisela Speer immer ein offenes Ohr. Sie erklären: „Wir sind einfach da.“

Öffnungszeiten

In der zweiten Ferienhälfte ist der Jugendtreff geschlossen. Mit einem Grillfest verabschiedete man sich in den Urlaub. Wieder geöffnet ist die Einrichtung der St. Gabrielgemeinde ab 7. August. Immer mittwochs ab 16 Uhr ist der Treff offen. (tp)

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