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25 Jahre JottZett : Wo Kinder starke Menschen werden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihr Traum ist im Tornescher JottZett wahr geworden. „Ich bin sehr glücklich, in dieser Band zu singen. Ich habe in den Mitgliedern so tolle Menschen gefunden“, sagte Wiebke Grönwoldt, Sängerin der JottZett-Band, nach ihrem Auftritt bei der 25-Jahr-Feier der Einrichtung am Sonnabend. Wohl hunderte Kinder profitierten von dem seit 1990 an der Klaus-Groth-Schule stehenden Jugendzentrum. Die etwa 100 Besucher der Feier konnten es mit eigenen Augen sehen: Der 16-jährige Tornescher Ake führte eine atemberaubende Breakdance-Einlage vor.

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2015 | 20:25 Uhr

Zwölf Mädchen stellten sich selbstbewusst auf die Bühne und sangen zu zweit oder zu dritt erstmals vor Publikum ihre Lieblings-Hits. Vanessa Valera Rojas, Star der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“, betreut sie seit Oktober. Die 24-Jährige besuchte als Jugendliche ebenfalls das JottZett. Am Sonnabend sang sie ausdrucksstark den Titel „Bedingungslos“ von Sarah Connor. Auf ein Plakat für Grüße der Gäste hatte ein Mädchen geschrieben: „Wenn man schlechte Laune hat, kann man einfach ins JottZett gehen, und es spricht dich sofort eine nette Person an.“ Der Betreuer Marcus Libbertz hatte aus Archivmaterial einen Film geschnitten, der die gute Stimmung bei JottZett-Reisen und Aktionen zeigte. An Stellwänden hingen Fotos und Zeitungsberichte, die die Entwicklung des Hauses dokumentieren.

Bürgermeister Roland Krügel ließ diese Geschichte Revue passieren. 1976 rief die Gemeinde die Jugendarbeit in der Ahrenloher Schule ins Leben. Gesine Wahl scharte als erste ehrenamtliche Mitarbeiterin die Kinder um sich. 1984 schloss die Einrichtung gegen den Widerstand der Besucher und Betreuer, wurde aber zwei Jahre später im Kleinworth’schen Haus, Gärtnerweg 55, unter Leitung von Simone Bade wiedereröffnet. Da das Haus bald zu klein wurde, entschied sich die Gemeinde zum Bauen.

1990 eröffnete sie das JottZett. Seit dem 1. April 1995 leitet Dieter Krüger die Einrichtung. Das Team nahm der Verwaltung die Erarbeitung der Ferienprogramme ab und richtete erstmals Aktionen zum Weltkindertag aus. Seit 2000 bietet es Projektwochen an. Ab 2005 bauten Jennifer Shaw und Vera Lempfert die Spielplatzbetreuung auf, die derzeit ruht. Der SPD-Ratsherr Horst Lichte kündigte an, dass sie bald wieder aufgenommen werden soll. Dieter Krüger dankte anwesenden Polizisten für eine gute Zusammenarbeit. Die CDU-Ratsfrau Silke Sörensen betonte angesichts der Attentate am Vorabend in Paris: „Lasst uns diesen Ort feiern, an dem die Kinder Werte vermittelt bekommen.“

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