Standortsuche in Tornesch : Wo ist Platz für einen Hundewald?

Wie viele andere Tornescher auch, wünscht sich Noëlle Baumann einen Hundewald in der Stadt. Bislang muss sie nach Kummerfeld ausweichen.
Wie viele andere Tornescher auch, wünscht sich Noëlle Baumann einen Hundewald in der Stadt. Bislang muss sie nach Kummerfeld ausweichen.

Bauamtsleiter René Goetze bringt Recyclingfirma Heidorn im Gewerbegebiet Oha an der Autobahn als Standort ins Spiel.

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09. Juli 2019, 16:00 Uhr

Tornesch | Hundebesitzer können sich freuen. Die Standortsuche um eine Waldfläche für die Vierbeiner in Tornesch geht voran: Wie in der Mai-Sitzung des Umweltausschusses beschlossen, hat die Tornescher Verwaltung ein Gespräch mit den Landesforsten Schleswig-Holstein geführt, um abzuklären, ob ein geeignetes Waldareal für den von Hundehaltern gewünschten Freilauf ihrer Hunde gepachtet und aus Mitteln der Landesforsten eingezäunt werden könne. Wie Bauamtsleiter René Goetze den Umweltpolitikern jüngst mitteilte, würde es eine mögliche Fläche hinter der Recyclingfirma Heidorn im Gewerbegebiet Oha an der Autobahn geben.

Diskussion um Leinenzwang

„Man sollte sich das ansehen. Alternativ müsste man eine stadteigene Fläche suchen. Das wäre dann aber kein Hundewald der Landesforsten mit finanzieller Beteiligung“, merkte Goetze an. Der CDU-Politiker Torben Jochens wies darauf hin, dass in Schleswig-Holstein nicht grundsätzlich Leinenzwang herrsche. Dieser Eindruck sei in der Diskussion um den von Hundehaltern gewünschten Freilauf entstanden.

Kostenfrage ungeklärt

Weiterhin ungeklärt ist die Kostenfrage. Die Verwaltung will sich bis zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses Ende August informieren. Der Satz „der Umweltausschuss stimmt der Einrichtung eines Hundefreilaufes grundsätzlich zu“, wurde im Mai aus dem Antrag gestrichen. Zunächst sollen die Kosten für das Vorhaben ermittelt werden.

Sollte der Hundewald in Tornesch kommen, wäre es erst der zweite im Kreis Pinneberg. Denn bislang gibt es nur das Areal in Kummerfeld. Gänzlich anders sieht das im Kreis Segeberg aus. Nach Angaben der SPD Tornesch gibt es dort acht solcher Einrichtungen.

Hintergrund: Hundewald Kummerfeld

Der Hundewald in Kummerfeld befindet sich am nördlichen Ende des Waldwegs. 2015 wurde dort ein zirka drei Hektar großer Bereich eingezäunt und steht seitdem den Vierbeinern exklusiv zur Verfügung. Um dies zu ermöglichen, hatte die Gemeinde mit den Landesforsten Schleswig-Holstein einen zunächst auf zwölf Jahre festgelegten Vertrag geschlossen. Er sieht vor, dass die Forstbehörde die Fläche zur Verfügung stellt und zudem die Kosten für die Einzäunung übernimmt. Dafür wurden „Gemeinwohlmittel“ verwendet. Die Gemeinde  zahlt in  den ersten Jahren eine jährliche Pacht in Höhe von 250 Euro, später erhöht sich der Betrag auf 300 Euro.
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