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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 08:28 Uhr

IGBCE-Treffen : Wo ist die Jugend?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gewerkschaften geben sich gerne kämpferisch. Propaganda oder Wirklichkeit? Das entscheiden die Mitglieder, beziehungsweise die Aktionsfreude der Männer und Frauen, die sich einer Gewerkschaft angeschlossen haben.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2016 | 17:37 Uhr

Die IG BCE wird als in diesem Kanon eher als konservativ und zurückhaltend beschrieben, auf der Straße sieht man sie selten. Das liegt aber nicht daran, dass die Kampfeslust unzureichend ausgeprägt ist, sondern schlicht an der Tatsache, dass man sich in der Branche Bergbau, Chemie, Energie seit Jahren stets am Verhandlungstisch verständigt hatte, wenn es darum ging, neue Tarif- oder Rahmenverträge auszuhandeln.

Das war im vergangenen Jahr anders. Da ging’s vor die Tür – mit Erfolg. Wolfgang Endling, Gewerkschaftssekretär der IGBCE im Bezirk Schleswig-Holstein, erinnerte daran, als er auf Einladung des Ortsvereinsvorstands Kreis Pinneberg im Parkhotel Rosarium Grußworte an die Anwesenden richten durfte. Es gebe auf der anderen Seite eine neue Generation von Managern, denen müsse man ab und zu auf die Sprünge helfen, so der Funktionär.a

Dazu aber sei ein ausreichendes Mitgliederpotenzial notwendig, mahnte er an. Dem Ortsverein gehören rund 800 Gewerkschaftler an. Diese müssten aber auch Flagge zeigen, wenn es darauf ankomme.

Endling erinnerte an den 1. Mai, und das Gewerkschaftstreffen in Elmshorn. Treffpunkt um 10 Uhr ist das DGB-Haus, von dort aus soll sich der Demonstrationszug der Gewerkschafter anlässlich des Tages der Arbeit in Bewegung setzen. Auch Jutta Schwarz, die Ortsvereinsvorsitzende, mahnte im Rahmen des Mitgliedertreffens an, dass man dort Flagge zeigen wolle. Auch an der IGBCE geht das Thema „Nachwuchssorgen“ nicht vorbei. Daher soll insbesondere die Jugendarbeit vorangetrieben werden. Auch dabei seien die Mitglieder wichtig, so Endling und Schwarz übereinstimmend.

Eine Überalterung wolle man verhindern. Den jungen Menschen sei deshalb die Bedeutung von Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit zu vermitteln. So soll auch das Thema Jugendvertretung im Betrieb in den Fokus rücken.

Einen kurzen Ausblick auf die anstehende Tarifrunde gab es, neben Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage (unter Einbeziehung einiger lokaler Beispiele), auch. So liege die Forderung der IGBCE auf dem Tisch. Vier bis sechseinhalb Prozent mehr Lohn wollen die Gewerkschaftler durchsetzen. Wobei, so Endling, sechseinhalb Prozent „sportlich“ seien. „www.igbcepinneberg.de“.

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