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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 15:08 Uhr

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vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Drei Jahre sind nun schon vergangen, seitdem Oliver Stolz das Amt des Landrates übernahm. Und nun hatte der höchste Verwaltungsbeamte des Kreises Pinneberg im Rahmen seiner Sommertour durch den Kreis Gelegenheit, die Räumlichkeiten der Uetersener Nachrichten zu besichtigen. Herausgeber und Chefredakteur Roland von Ziehlberg führte den Landrat durch die Stockwerke; anschließend fand ein Gespräch statt, in dem wichtige Themen erörtert wurden.

shz.de von
erstellt am 07.Jul.2013 | 21:14 Uhr

Natürlich war eines davon die angespannte Finanzlage des Kreises. Und auch wenn sich der Kreis Pinneberg den vom Land vorgeschlagenen Konsolidierungsmaßnahmen unterworfen hat, so wie viele seiner Kommunen auch, gibt es Landkreise, die wesentlich schlechter dastehen, als der Kreis Pinneberg. „Wir sind ein wirtschaftsstarker Kreis mit einem Haushaltsvolumen von über 300 Millionen Euro. Da ist eine Verschuldung von rund 80 Millionen Euro im Vergleich noch vertretbar“, sagte Oliver Stolz. Und weiter: „Schlimm wäre es aber dennoch, wenn wir es dauerhaft nicht schaffen würden, unseren Haushalt auszugleichen.“ Hilfreich dabei sei, so Stolz, die Übernahme der Kosten für die Grundsicherung (Hilfen für Menschen mit zu geringer Rente oder erwerbsgeminderte Personen) durch den Bund in Höhe von 75 Prozent im Jahr 2013 und eine Übernahme der Kosten in voller Höhe ab 2014. „In 2014 bedeutet das für den Kreis Pinneberg eine finanzielle Entlastung von rund 14 Millionen Euro und man muss bedenken, dass es sich hierbei um Kosten handelt, die in Zukunft noch steigen werden“, so der Landrat weiter. Zum Thema Internet-Breitbandversorgung für das Kreisgebiet gab Oliver Stolz zu bedenken, dass die Anbindung an schnelles Internet zwar unabdingbar sei, um Neubürger und Gewerbe anzusiedeln, man aber dennoch die neueren Technologien wie den schnellen UMTS-Standard „LTE“ nicht aus den Augen verlieren darf. Und damit hat er durchaus Recht: Denn beispielsweise gerade in den katastrophal unterversorgten dörflichen Gebieten westlich von Uetersen haben sich viele Haushalte von der Hoffnung verabschiedet, jemals in den Genuss einer schnellen Internetverbindung via Kabel zu kommen. Sie haben sich stattdessen schon jetzt für die von einigen Internet-Anbietern zu erschwinglichen Preisen angebotenen Anschlüsse entschieden, die über den Funkstandard LTE versorgt werden, der sogar schneller ist, als so mancher Anschluss, der über Kabel versorgt wird. Insofern lässt sich sagen: Der Kreis Pinneberg hat einen Landrat, der beweist, dass er mit Weitblick agiert. Und das ist ja eine durchweg erfreuliche Erkenntnis.

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