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„Windkraft im Licht“ : Wo die Farbe in den Himmel läuft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In einer Szene soll der Turm einer Windkraftanlage strahlend gelb leuchten. Auf den Längshälften eines benachbarten Pfeilers will Gisela Meyer-Hahn währenddessen die Spektralfarben wechseln lassen.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 18:33 Uhr

In einer anderen Szene sollen die einander zugewandten Hälften zweier Türme in demselben Ton leuchten, während auf den Außenseiten aufeinander abgestimmte Farben wechseln: Rechts außen könnte ein dunkles Grün, links außen ein helles Grün leuchten. „Windkraft farbig im Licht“ heißt das Projekt, das die Pinneberger Designerin von Donnerstag, 28. August, bis Sonnabend, 30. August, vor den Toren Uetersens inszenieren will (wir berichteten). Im Windpark will sie jeweils von 21 bis 1 Uhr vor dem Nachthimmel drei Türme bunt leuchten lassen. 18 Farben sollen zu sehen sein. Je nach Windstärke will die Künstlerin kräftige oder schwache Farben einsetzen. Spontan könnte Live-Musik zu hören sein.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Dienstag will Meyer-Hahn acht lichtstarke LED-Scheinwerfer im Windpark positionieren, die Steuerung programmieren und Probeläufe starten. Die Strahler werden unterhalb der etwa 70 Meter hohen Türme stehen. „Da läuft wie an einem Arm die Farbe hoch“, sagte Meyer-Hahn bei einem Treffen mit ihren Helfern im Presse-Café. Besonders eindrucksvoll werde das Lichtspiel aus der Nähe wirken. „Man steht aufrecht und sieht in die Unendlichkeit. Das wird emotional!“ Mit ihrem Projekt möchte Meyer-Hahn die Fahne für die Windkraft hochhalten. Geld verdienen wird sie damit nicht. Durch Unterstützer wie die Stadtwerke Uetersen und Tornesch, den Kreis Pinneberg und das Land wird sich das Projekt tragen, aber keinen Überschuss abwerfen. „Ich mach’s aus Leidenschaft“, sagte sie.

Manfred Tietje, Chef der Stadtwerke Uetersen und Befürworter des umstrittenen Windpark-Ausbaus , ist begeistert. Das Projekt sei eine Chance, die Anlage einmal aus anderer Sicht zu sehen.

Zuschauer werden sich dem Spektakel nur zu Fuß nähern können. Von der Deichstraße oder dem Quellenweg aus sollten sie dem Licht folgen.

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